Neues Gesetz: Käufer und Verkäufer teilen sich Maklerkosten beim Immobilienkauf

Neues Gesetz: Käufer und Verkäufer teilen sich Maklerkosten beim Immobilienkauf

In einem noch relativ neuen Gesetz wird die Verteilung der Maklerkosten beim Verkauf von Immobilien, konkret Häusern und Eigentumswohnungen neu geregelt. Konkret muss ein Verkäufer mindestens die Hälfte der Maklerkosten tragen, wenn er diesen mit dem Verkauf der Immobilie beauftragt hat. Bisher war es in vielen Regionen so, dass der Käufer die vollen Maklerkosten zu tragen hatte, auch wenn er gar nicht Auftraggeber des Maklers war.

Im Detail besagt das „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“, wie es vollständig heißt, folgende Teilung der Maklerkosten vor:

  • Haben beide Parteien dem Makler einen Lohn versprochen, ist dies nur gültig, wenn beide Parteien die Courtage in gleicher Höhe schulden.
  • Hat nur eine Partei den Maklervertrag abgeschlossen, muss diese auch mindestens die Hälfte des Maklerlohns bezahlen.

Mit dem Gesetz sollen die Erwerbsnebenkosten für den Kauf von Wohneigentum verringert und so der Erwerb von Wohneigentum erleichtern. Das Gesetz tritt im Dezember in Kraft, gilt aber nur, wenn der Käufe eine natürliche Person ist.

Veränderungen in Unternehmen

Veränderungen in Unternehmen

In den letzten Beiträgen ging es primär um Bereiche, die die Gründung eines Unternehmens betreffen und der Rechtsanwalt und Notar Unterstützung leistet. Allerdings ist nach der Gründung die Arbeit eines Rechtsanwalt und Notars nicht beendet, auch bei der Veränderung von Unternehmen steht ein Rechtsanwalt und Notar immer als neutraler Berater zu Seite. Bspw. kann sich aufgrund einer Veränderung der tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse die Frage stellen, ob die Rechtsform noch passend ist oder ob ein Wechsel der Rechtsform sinnvoll erscheint.
Auch kann es im Zuge der Unternehmensentwicklung sinnvoll sein, durch Umstrukturierungsmaßnahmen Steuervorteile zu nutzen. Diese und viele andere Gründe sind denkbar, die eine Veränderung im Bereich der Organisation sinnvoll machen. In der Sache handelt es sich bei solchen Veränderungen in der Regel um komplexe rechtliche Vorgänge, für die der Gesetzgeber in vielen Fällen die Beratung durch den Rechtsanwalt und Notar vorgesehen hat.

Umwandlung eines Unternehmens

Die Umwandlung eines Unternehmens kommt immer dann in Betracht, wenn für neue Rahmenbedingungen oder zum Beispiel die Neuausrichtung die aktuelle Rechtsform nicht mehr ideal ist. Auch wenn verschiedene Unternehmen fusionieren sollen, ein Unternehmen aufgespalten wird oder eine Vermögensübertragung stattfindet, kann eine Umwandlung sinnvoll sein. So eine Unternehmensumwandlung kann beurkundungs- und eintragungspflichtig sein.

Betriebsaufspaltung oder Verkauf von Unternehmensanteilen

Bei einer Betriebsaufspaltung wird das Anlagevermögen des Unternehmens aufgrund von Steuervorteilen in eine speziell gegründete Personengesellschaft (OHG, KG) überführt. Gleichzeitig wird die Unternehmensaktivität dagegen durch eine GmbH fortgeführt.
Beim Verkauf von Unternehmensanteilen kommt ein neuer Teilhaber in das Unternehmen oder das Unternehmen aufgenommen wird komplett veräußert. Bei einer GmbH müssen dann Kaufvertrag und Anteilsübertragung vom Rechtsanwalt und Notar beurkundet werden. Bei einer OHG oder KG ist eine Beurkundung durch den Rechtsanwalt und Notar nicht vorgeschrieben, aber auf jeden Fall empfehlenswert.