Die Düsseldorfer Tabelle – Richtlinien für den Unterhalt

Die Düsseldorfer Tabelle – Richtlinien für den Unterhalt

In der sogenannten Düsseldorfer Tabelle werden die Unterhaltssätze vom OLG Düsseldorf für Kinder festgelegt, die für Kinder in den verschiedenen Altersstufen bei einem der getrenntlebenden Eltern leben. Regelmäßig werden diese Zahlen aktualisiert, die aktuelle Version ist am 1.1.2017 in Kraft getreten.

Danach beträgt der Mindestunterhalt für Kinder der ersten Altersstufe (gilt von Geburt bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres des Kindes) 342,00 € (vorher 335,00 €). Für Kinder der zweiten Altersstufe (diese geht bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres) beträgt der Mindestunterhalt 393,00 € (vorher 384,00 €). Für Kinder der dritten Altersstufe (bis zum Erreichen der Volljährigkeit) wurde der Mindestunterhalt auf 460,00 € von vorher 450,00 € erhöht. Ab der Volljährigkeit wird der Bedarf nach sogenannten Bedarfssätzen ermittelt: Hier gelten folgende Mindestsätze: Der Bedarf ist die Summe aus Unterhalt der dritten Stufe plus der Differenz aus dritter und zweiter Stufe. Beispiel: Für die unterste Einkommensgruppe bedeutet dies einen Mindestunterhalt von 460€ + (460€-393€) = 517€.

Je nach individuellem Einkommen sind die Unterhalte steigend – die oben genannten Sätze gelten für die unterste Einkommensgruppe. Die komplette Düsseldorfer Tabelle kann man beim OLG Düsseldorf herunterladen: Düsseldorfer Tabelle 2017 Stand: 01.01.2017

Haben Sie Fragen zum Familienrecht oder der Ehe? Wir beraten Sie in zahlreichen Fragestellungen, wenn es bspw. um Eheverträge, Partnerschaftsverträge und viele mehr geht – sprechen Sie uns an!

 

Kein gemeinsames Sorgerecht bei mangelnder Kommunikation unter Partnern

Kein gemeinsames Sorgerecht bei mangelnder Kommunikation unter Partnern

Wenn sich ein Ehepaar oder auch unverheiratete Paare trennen, leiden die Kinder häufig am meisten unter der Trennung. Insbesondere die Frage des Sorgerechts muss dann zu Gunsten der Kinder schnell geklärt werden. Dabei kann man ein gemeinsames Sorgerecht erklären, allerdings muss hier eine gewisse Kooperation und Kommunikation beider Elternteile sichergestellt werden.

In einer Entscheidung des OLG Brandenburg wurde in 2016 ein Fall entschieden, in dem es zwischen einem getrennt lebenden Paar, dass zwei Kinder ein gemeinsames Sorgerecht übernommen hatte, zu massiven Auseinandersetzungen über den Umgang mit den Kindern, so dass beide nun ein alleiniges Sorgerecht beantragten.

In der Entscheidung des OLG Brandenburg wurde nun dargelegt, dass es einem der Elternteile das vollständige Sorgerecht der Mutter zusprechend würde. Ein gemeinsames Sorgerecht sei in Anbetracht der Spannungen und ausbleibenden Kooperation der Eltern nicht mehr förderlich für die Kinder und so entschied das OLG der Mutter das alleinige Sorgerecht zu übertragen.

Die Frage des Sorgerechts nach einer möglichen Trennung sollte am besten schon früh in einer Beziehung diskutiert werden, um die Kinder zu schützen. Auch im Rahmen eines Ehevertrages oder eines Partnerschaftsvertrages können diese Regelungen mit einbezogen werden. Wir beraten Sie zu diesen Themen – sprechen Sie uns ans!

Partnerschaftsverträge – ideal um für Unverheiratete den Fall einer Trennung zu regeln

Partnerschaftsverträge – ideal um für Unverheiratete den Fall einer Trennung zu regeln

Immer mehr Lebensgemeinschaften entscheiden sich für ein Zusammenleben auch ohne eine Heirat. Was in einer Ehe ein Ehevertrag regelt, kann für Unverheiratete ein sogenannter Partnerschaftsvertrag regeln – wie bspw. Punkte zur Unterhaltspflicht, ein Vermögensausgleich uvm.

War der Ehevertrag früher eher die Ausnahme, ist er heute vielfach schon Normalität in einer Ehe, denn so werden alle wichtigen Punkte für den Fall einer Trennung vertraglich festgelegt und eine eventuelle Scheidung geht dann meistens für alle Beteiligten geordneter und mit weniger Ungemach einher. Eine ähnliche Möglichkeit bietet sich für Unverheiratete mit einem sogenannten Partnerschaftsvertrag.

Streitpunkte können im Partnerschaftsvertrag geklärt werden

In Rahmen eines Partnerschaftsvertrages kann man zahlreiche Punkte frühzeitig klären, die im Falle einer Trennung für Streitigkeiten sorgen können. Typische Beispiele sind die Umgangsrechte für die Kinder, wie man mit gemeinsam erworbenen Immobilien verfahren möchte oder auch wer bspw. den Hund behalten darf.
Neben Streitpunkten sind es zudem die Punkte des Alltags, die in einem Partnerschaftsvertrag festgehalten werden: Diese sind zum Beispiel, wer laufende Kosten für Versicherungen oder Haushalt tragen muss.

Vermögensverteilung und Unterhaltszahlungen in Partnerschaftsverträgen

Natürlich gehören auch die klassischen Punkte aus einem Ehevertrag zum Inhalt von Partnerschaftsverträgen. Die Verteilung des Vermögens, aber auch die Aufteilung von Schulden kann hier geklärt werden, genauso wie die im Falle einer Trennung eine Unterhaltszahlung erfolgen soll. All diese Punkte zu einem Zeitpunkt zu klären, wenn die Beziehung noch harmonisch ist, verhindert später sehr viel Ärger und Streitigkeiten, unter denen meistens alle Beteiligten nur leiden.

Rechtsanwalt und Notar als neutraler Vermittler empfehlenswert

Auch wenn ein Rechtsanwalt und Notar bei vielen Partnerschaftsverträgen gesetzlich nicht notwendig ist (außer es geht um eine Schenkung bzw. Übertragung von Immobilien), so ist es doch empfehlenswert, bei der Erstellung des Partnerschaftsvertrages einen Rechtsanwalt und Notar als neutralen Berater hinzuziehen, so dass die Interessen beider Parteien gleichermaßen im Partnerschaftsvertrag berücksichtigt werden.