Grundschuld beim Immobilienkauf – was ist das und was sollte man dabei beachten?

Grundschuld beim Immobilienkauf – was ist das und was sollte man dabei beachten?

Das Thema Grundschuld tritt immer wieder rum um den Kauf einer Immobilie auf – aber was ist eine Grundschuld überhaupt und was sollte man dabei beachten – hier gibt es die Informationen.

Im Rahmen der Grundschuld bekommt eine kreditgebende Bank das, die mit der Grundschuld belastete Immobilie zu verwerten, wenn das Darlehen trotz Fälligkeit nicht zurückgezahlt wird. Durch die Grundschuld gehört das Haus zwar nicht der Bank, aber der Bank wird es ermöglicht, die Immobilie gegen den Willen des Eigentümers an den Meistbietenden versteigern zu lassen oder die Erträge (z.B. Mieteinnahmen) für sich zu beanspruchen, um den Forderungsausfall zu begleichen.

Zu Berechnung der Höhe der Sicherheit wird der Nennbetrag des Darlehens plus die Grundschuldzinsen berechnet (12-18% des Nennbetrags). Die Zinsen dienen dafür, die Kosten für Vollstreckung etc. auszugleichen. Gleichzeitig verlangen Bank neben der Verpfändung des Grundstücks ein persönliches Schuldanerkenntnis des Darlehensnehmers, so dass sie Zugriff auf das sonstige Vermögen (wie bspw.  Barvermögen) bekommen.

Weiterer Bestandteil der Grundschuldurkunde ist die Unterwerfung des Darlehensnehmers unter die sofortige Zwangsvollstreckung, durch welches die Bank einen Vollstreckungstitel gegen den Darlehensnehmer erhält, mit dem die Zwangsvollstreckung eingeleitet werden kann, ohne vorher vor Gericht ziehen und ein Urteil erstreiten zu müssen.

Die sogenannte Zweckerklärung (alternativ Sicherungsabrede genannt) ist eine vertragliche Vereinbarung zwischen Bank und Darlehensnehmer darüber, für welche Forderungen die Grundschuldurkunde und das persönliche Schuldanerkenntnis als Sicherheit dienen sollen. Je nach Ausführungen sind das dann nicht nur Ansprüche aus dem abgeschlossenen Darlehensvertrag, sondern weitere Forderungen, die die Bank jetzt oder zukünftig gegen den Darlehensnehmer hat; möglich ist ebenfalls eine Beschränkung auf das konkrete Darlehensverhältnis (sog. enge Zweckerklärung). Die Zweckerklärung ist in der Regel nicht in der Grundschuldbestellungsurkunde enthalten, sondern wird im Zusammenhang mit dem Darlehensvertrag mit der Bank vereinbart.
Wegen der potenziellen Folgen der Grundschuldbestellung für den Darlehensnehmer und namentlich der Zwangsvollstreckungsunterwerfung muss diese zwingend beim Rechtsanwalt und Notar vorgenommen werden. Der Rechtsanwalt und Notar erläutert als unabhängiger Berater bei der Beurkundung die Bedeutung der einzelnen Regelungen und weist auf die damit verbundenen rechtlichen Konsequenzen – sowohl für den Darlehensnehmer, wie auch für die Bank – hin.

 

Gemeinschaftliches Testament ändern oder widerrufen kann zu Problemen führen

Gemeinschaftliches Testament ändern oder widerrufen kann zu Problemen führen

Viele Ehepaare regeln ihren Nachlass durch die Errichtung eines gemeinschaftlichen Testaments. Allerdings kommt dann im Fall der Trennung oder auch bei anderen Streitigkeiten in der Familie schnell die Frage auf, inwieweit die Ehepartner an das Testament gebunden sind oder ob man sich auch einseitig davon lösen können. Der einseitige Widerruf ist möglich, aber an besondere Anforderungen gebunden. Wenn diese nicht beachtet werden, droht den Beteiligten die sogenannte „Bindungsfalle“, so dass das gemeinschaftliche Testament weiterhin gilt.

Ehegatten können entweder durch eine notarielle Urkunde oder aber handschriftlich ein gemeinschaftliches Testament errichten, wie es bspw. das sogenannte Berliner Testament ist. Darin bestimmen sie sich gegenseitig zu Alleinerben und ihre Kinder dann zu Erben des  länger lebenden Ehegatten. Wenn sich beide Ehegatten einig sind, sind gewünschte Änderungen oder der Widerruf problemlos möglich. Anders sieht es allerdings aus, wenn Uneinigkeit herrscht. Dann müssen zahlreiche Sachverhalte geprüft und berücksichtigt werden, wie bspw. welche Verfügungen wechselbezüglich und welche bloß einseitig getroffen worden sind. Spätestens an diesem Punkt empfiehlt sich eine fachkundige Beratung rund um das Thema Erbe, bspw. durch einen Rechtsanwalt und Notar. Idealerweise sollte schon vor dem gemeinschaftlichen Testament ein Rechtsanwalt und Notar hinzugezogen werden, denn dieser kann den wirklichen Willen der Ehegatten evaluieren und gleichzeitig über Gestaltungsmöglichkeiten und deren Auswirkungen beraten und entsprechende Regelungen direkt in der Urkunde hinterlegen.

Der Rechtsanwalt und Notar als Schiedsrichter – vermeidet oftmals lange Gerichtsverfahren

Der Rechtsanwalt und Notar als Schiedsrichter – vermeidet oftmals lange Gerichtsverfahren

Schiedsverfahren sind häufig ideal, um teure und langwierige Gerichtsverfahren zu vermeiden. Wenn sich die beiden Partien des Streits auf die Regelung durch ein Schiedsgericht geeinigt haben, sind die hier getroffenen Urteile genauso bindend wie die Urteile eines normalen Gerichts.

Schiedsvereinbarung am besten direkt im Vertrag einbeziehen

Idealerweise verständigen sich die Vertragsparteien bereits beim Abschluss des Vertrags darauf, ein Schiedsgericht zu akzeptieren. In einer sogenannten Schiedsvereinbarung wird diese Absicht festgehalten. Dabei ist eine Schiedsvereinbarung eine Vereinbarung der Vertragsparteien, dass alle oder einzelne Streitigkeiten in einer bestimmten Sache der Entscheidung durch ein Schiedsgericht überlassen werden. Wenn die Schiedsvereinbarung nicht schon vor dem Streit getroffen wurde, kann diese auch für bestehende Streitigkeiten geschlossen und sowohl eigenständig verfasst, wie auch im Vertrag berücksichtig werden. Spezielle Formvorschriften gibt es nicht.

Schiedsgericht besteht in der Regel aus drei Schiedsrichtern

In der Regel bestehen Schiedsgerichte aus drei Schiedsrichtern, wobei jede Vertragspartei einen Schiedsrichter auswählen kann. Der dritte Schiedsrichter, der den Vorsitz des Schiedsgerichts innehat, wird von den beiden Schiedsrichtern bestimmt.
Abweichende Verfahren sind hier zulässig, muss aber von beiden Parteien miteinander vereinbart werden. Bei der Auswahl der Schiedsrichter sind die Parteien an keinerlei Vorgaben gebunden, so dass bspw. Personen ausgewählt werden können, die je nach Sachlage des konkreten Falles aufgrund ihrer beruflichen oder sonstigen Qualifikation besonders geeignet sind, eine Lösung für den Streitfall zu erreichen.

Rechtsanwalt und Notare als Schiedsrichter oftmals sehr gut geeignet

Rechtsanwalt und Notare eignen sich als Schiedsrichter in der Regel sehr gut, denn als unparteiischer Betreuer und Träger eines öffentlichen Amtes, ist es eine Grundvoraussetzung für Rechtsanwalt und Notare, Verhandlungen fair, neutral und sachgerecht gestalten zu können. Durch seine spezialisierte Ausbildung ist ein Rechtsanwalt und Notar zugleich in fachlicher Hinsicht ein kompetenter Schiedsrichter.

 

Aufgaben eines Rechtsanwalt und Notars beim Immobilienkauf – Teil 2

Aufgaben eines Rechtsanwalt und Notars beim Immobilienkauf – Teil 2

Im zweiten Teil erläutern wir weitere Aufgaben, die vom Rechtsanwalt und Notar im Rahmen des Immobilienkaufs übernommen werden. Im ersten Teil wurden insbesondere das Vorgespräch  und die  Informationen aus dem Grundbuch thematisiert, heute geht es pimär um die Beurkundung und das Thema Grundschulden.

Sorgfältige Vorbereitung vor dem Beurkundungstermin

Nachdem im ersten Vorgespräch Fragen erörtert und geklärt werden, übernimmt der Rechtsanwalt und Notar die Formulierung des Vertragsentwurfs. Vor der finalen Beurkundung werden dann den beiden Vertragsparteien, um diesen zu prüfen und Mängel / Änderungswünsche im Vorfeld besprechen zu können. Auch auf dem Termin der Beurkundung kann man die Mängel / Änderungswünsche natürlich noch mit einbringen, wobei die grundsätzlichen Dinge bereits vor dem Beurkundungstermin mit beiden Vertragsparteien geklärt sein sollten. Beim Kauf einer bestehenden Immobilie sollte der Käufer die Immobilie und das Grundstück sorgfältig besichtigt und geprüft haben, denn Sachmängel sind hier normalerweise beim Kauf ausgeschlossen. Wenn der Verkäufer Mängel arglistig verschweigen sollte, kann dies zwar zur Haftung des Verkäufers für die Mängel führen, in der Praxis ist ein Beweis aber häufig schwer zu erbringen, so dass eine sorgfältige Prüfung vor Unterzeichnung des Kaufvertrages durch den Käufer empfehlenswert ist.

Aufgaben des Rechtsanwalt und Notars am Beurkundungstermin

Am eigentlichen Beur­kundungs­termin liest der Rechtsanwalt und Notar beiden Vertragsparteien den Vertrag vor und beant­wortet offene Fragen zu diesem. Wenn die Immobilie auf Kredit gekauft wird, wird in der Regel die Bank des Kreditnehmers darauf bestehen, dass zu ihrer Sicherheit eine entsprechende Grund­schuld ins Grund­buch der Immobilie aufgenommen wird und nur wenn diese Grundschuld hinterlegt ist, wird das ­Dar­lehen ausbezahlt. Um diese Bestellung einer Grund­schuld durchzuführen,  ist die notarielle Beur­kundung oder Beglaubigung gesetzlich vorgeschrieben. Normalerweise werden Grund­schuld und Kauf­vertrag an einem Termin beurkundet, denn so kann man Zeit und Geld sparen. Der Käufer sollte daher rechtzeitig vor dem Rechtsanwalt und Notar­termin mit der kreditgebenden Bank sprechen, sodass sie alle für die Grund­schuld erforderlichen Unterlagen an den Rechtsanwalt und Notar schi­cken kann.

Sie planen den Kauf oder Verkauf eines Grundstücks, einer Immobilie oder einer Eigentumswohnung? Wir beraten Sie kompetent und neutral und betreuen Ihre Rechtsgeschäfte im Immobilienrecht.  Sprechen Sie uns an – wir helfen Ihnen gerne weiter.

Aufgaben eines Rechtsanwalt und Notars beim Immobilienkauf – Teil 1

Aufgaben eines Rechtsanwalt und Notars beim Immobilienkauf – Teil 1

Nicht nur aufgrund der Niedrigzinsphase legen immer mehr Menschen das Ersparte in Immobilien an, zur Eigennutzung, als Altersvorsorge oder zur Vermietung. Der Kauf einer Immobilie ist in der Regel die größte Investition im Leben, so dass hier der Gesetzgeber eine Reihe von Vorgaben gemacht hat, um die beteiligten Vertragspartner zu schützen. Eine Vorgabe ist, dass der Kauf einer Immobilie immer nur unter Einbeziehung eines Rechtsanwalt und Notars erfolgen kann – wir erläutern heute die die wichtigsten Aufgaben, die ein Rechtsanwalt und Notar beim Immobilienkauf übernimmt:

Rechtsanwalt und Notar ist immer eine neutrale Instanz

Ganz besonders wichtig ist, dass ein Rechtsanwalt und Notar beim Immobilienkauf immer eine neutrale Instanz für beide Vertragsparteien darstellt, auch wenn der Käufer in der Regel die Kosten für den Rechtsanwalt und Notar bezahlt. Entsprechend muss ein ­Rechtsanwalt und Notar muss die recht­lichen Fragen der Vertrags­partner unparteiisch beant­worten.

Im Vorgespräch werden Fragen erörtert

Für die Ausarbeitung eines Kaufvertrages für Immobilien werden in der Regel die beteiligten Vertragspartner zu einem Vorgespräch gebeten, in dem alle Fragen rund um den Kauf zu klären sind. Diese beziehen sich bspw. auf bestehende Grund­buch­lasten, Modalitäten für die Zahlung und Über­gabe oder bspw. wie mit evtl. bestehenden Miet­verhält­nissen nach dem Kauf umgegangen wird. Wenn Ehepaare gemeinsam eine Immobilie erstehen, wird im Vorgespräch auch geklärt, wer nachher Eigentümer werden soll – nur einer der Partner oder beide.
Bei einem Erwerb auf Kredit sorgt der Rechtsanwalt und Notar für die Eintragung der Grundschuld, so dass die Bank den Kredit auszahlen kann.

Informationen aus dem Grundbuch

Ebenfalls vor dem Aufsetzen des Vertrages und sogar vor dem Vorgespräch nimmt der Rechtsanwalt und Notar in der Regel Einblick ins Grundbuch, um die genauen Eigentumsverhältnisse und eventuelle rechtliche Lasten des Grundstücks zu erfahren, die bei der Gestaltung des Kaufvertrages Berücksichtigung finden müssen. Grundschulden oder Wegerechte sind solche rechtlichen Lasten. Bestehend bspw. noch Grundschulden vom Vorbesitzer, ist es gängige Praxis, dass im Kaufvertrag vereinbart wird, dass diese aus dem Kaufpreis bezahlt werden und so die Bank der Löschung der Grundschuld zustimmt.

Sie planen den Kauf oder Verkauf eines Grundstücks, einer Immobilie oder einer Eigentumswohnung? Wir beraten Sie kompetent und neutral und betreuen Ihre Rechtsgeschäfte im Immobilienrecht.  Sprechen Sie uns an – wir helfen Ihnen gerne weiter.

 

Wer bekommt die Hunde im Fall einer Trennung oder Scheidung?

Wer bekommt die Hunde im Fall einer Trennung oder Scheidung?

In Falle einer Trennung und Scheidung kommt es immer wieder zu unschönen Streitigkeiten – dabei geht es nicht nur um das Sorgerecht für Kinder, Sach- und Vermögensfragen, sondern auch Haustiere sind immer wieder Anlass für Zwist und juristische Schritte. Das OLG Nürnberg hat in einem Urteil entschieden, dass Hunde zwar im Falle einer Scheidung im Zuge der Hausratsverteilung aufzuteilen sind, aber man bei der Aufteilung berücksichtigen muss, dass Hunde keine Sachen sind. Im konkreten Fall ging es um vier Hunde, die während der Scheidungszeit bei der Frau gelebt hatten. Der Mann klagte jetzt darauf, dass zwei Hunde bei ihm leben sollten. Das hatte das OLG abgelehnt, weil dann das Rudel auseinandergerissen würde und das Tierwohl hier entsprechend Beachtung finden solle. Ein erneuter Umgebungswechsel und die Trennung von der seit einem dreiviertel Jahr maßgeblichen Bezugsperson ist den Hunden nach Auffassung des Familiensenats nicht zumutbar.

Idealerweise klärt man diese und viele andere Fragen bereits im einem Ehevertrag, so dass eine Scheidung für alle Beteiligten reibungslos und ohne juristische Auseinandersetzungen erfolgen kann. Wenn auch Sie Beratung und Unterstützung bei der Ausarbeitung Ihres Ehevertrags oder anderen Fragen aus dem Familienrecht benötigen – wir stehen Ihnen als Rechtsanwalt und Notar und Anwalt gerne zu Seite, sprechen Sie uns an.

Kinder, Sorgerecht und Adoption

Kinder, Sorgerecht und Adoption

Zum Familienrecht und damit auch zu den Aufgaben eines Rechtsanwalt und Notars gehört der Bereich des Eltern-Kind-Verhältnisses. Besonders bei Adoptionen ist ein Rechtsanwalt und Notar hinzuziehen, aber auch bei Vaterschaftsanerkennungen, Sorgeerklärungen uvm. Da es sich bei diesen Angelegenheiten um sehr weitreichende Rechtgeschäfte handelt, klärt ein Rechtsanwalt und Notar über die entsprechenden Folgen solcher Rechtgeschäfte auf. Bspw. kann bei unverheirateten Paaren kann die notarielle Sorgeerklärung erreichen, dass beide Elternteile gemeinsames Sorgerecht haben.

Das Thema Adoption ist häufig bei sogenannten Patchwork-Familien von großer Bedeutung oder wenn ein Partner ein Kind in eine Beziehung mit einbringt. Der andere Partner kann dies Kind (oder diese Kinder) dann als eigene Kind adoptieren, wobei immer das Kindeswohl im Mittelpunkt der Betrachtung und maßgeblich für die Entscheidung ist, ob eine Adoption ermöglicht wird. Mit der Adoption eines Kindes bekommt das Adoptivkind dann die Stellung, Rechte und Pflichten eines ehelichen Kindes.

Eine Besonderheit bei vielen dieser Beurkundungen durch den Rechtsanwalt und Notar besteht bei diesem Themengebiet – sie sind kostenfrei. Wenn auch Sie Beratung und Unterstützung bei Fragen rund um Sorgeerklärungen, Adoptionen oder anderen Fragen aus dem Familienrecht benötigen – wir stehen Ihnen als Rechtsanwalt und Notar und Anwalt gerne zu Seite, sprechen Sie uns an.

Was sind eigentlich die Aufgaben eines Rechtsanwalt und Notars?

Was sind eigentlich die Aufgaben eines Rechtsanwalt und Notars?

Im Prinzip kennt jeder den Beruf des Rechtsanwalts und Notars, aber wenn man die Leute danach fragt, wann man überhaupt einen Rechtsanwalt und Notar benötigt, kommt vielen nur der Immobilienkauf in den Sinn. Allerdings ist der Rechtsanwalt und Notar viel mehr als nur jemand, der bei Käufen von Immobilien tätig wird, denn ganz allgemein ist ein unparteiischer Berater in komplizierten und folgenreichen Rechtsangelegenheiten zur Verfügung. Damit geht das Tätigkeitsgebiet eines Rechtsanwalts und Notars weit über die reinen Immobilienverträge hinaus. Die Gestaltung von Rechtsbeziehungen und der Ausgleich von Interessen mehrerer Parteien innerhalb eines Rechtverhältnisses ist dabei eine zentrale Aufgabe von Rechtsanwalt und Notaren.

Der Gesetzgeber hat in vielen Fällen die Hinzunahme eines Rechtsanwalts und Notars vorgeschrieben

Der Gesetzgeber hat für eine Vielzahl von Rechtsgeschäften die Beurkundung durch einen Rechtsanwalt und Notar sogar als zwingend notwendig vorgeschrieben: Generell kann man sagen, dass ein Rechtsanwalt und Notar immer dann hinzugezogen werden muss, wenn die persönlichen und wirtschaftlichen Folgen der Beteiligten aus der Rechtbeziehung weitreichend sind.

In vielen Bereichen ist ein Rechtsanwalt und Notar empfehlenswert / vorgeschrieben – hier einige Beispiele

Daraus ergeben sich folgende Rechtsgeschäfte, bei denen ein Rechtsanwalt und Notar entweder gesetzlich erforderlich ist, oder es wenigstens sehr empfehlenswert ist, einen Rechtsanwalt und Notar hinzuzuziehen:

Wie man hier erkennen kann, ist ein Rechtsanwalt und Notar in wesentlich mehr Bereichen tätig, als nur dem Immobilienkauf. Als Rechtsanwalt und Notar in Ahaus stehen wir Ihnen gerne in den oben genannten Bereichen zur Verfügung – sprechen Sie uns an, wir freuen uns über Ihre Nachricht.

Rechtsanwalt und Notarkosten für ein Testament

Rechtsanwalt und Notarkosten für ein Testament

Ein korrekt gestaltetes Testament bewahrt im Todesfall vor Unklarheiten und evtl. aufkommenden Erbstreitigkeiten, daher sind die Leistungen rund um die Beratung und Erstellung eines Testaments eine der häufigsten Rechtsanwalt und Notarleistungen, die in Anspruch genommen werden. Viele Menschen scheuen aber die vermeintlich hohen Kosten, die durch ein notariell beglaubigtes Testament anfallen – zu Unrecht, wie das folgende Berechnungsbeispiel zeigt.

Rechtsanwalt und Notarielle Leistungen rund um ein Testament

Das Aufsetzen eine Testaments umfasst in der Regel mehrere Schritte, die vom Rechtsanwalt und Notar begleitet werden: Angefangen von der Beratung über das Aufsetzen des Schriftstücks bis hin zur Beurkundung begleitet der Rechtsanwalt und Notar den kompletten Prozess. Im zentralen Testamentsregister wird das Testament hinterlegt, so dass im Todesfall das Auffinden des Testaments sichergestellt wird. Auch kann ein öffentliches Testament eine Erbschein ersetzen, der sonst häufig mehr kostet, als das eigentliche Testament.

Berechnungsgrundlage ist das Reinvermögen des Testierenden

Anders als bspw. beim Kauf einer Immobilie ist die Festsetzung des Geschäftswertes beim Testament nicht ganz so einfach. Als Berechnungsgrundlage wird das Reinvermögen des Testierenden angenommen. Das Reinvermögen ist die Differenz aus Aktivvermögen (Vermögengegenstände, Barbestände, Wertpapiere etc.) und Verbindlichkeiten, wobei maximal die Hälfte des Aktivvermögen durch Verbindlichkeiten gemindert werden kann. Wie bei anderen Rechtsanwalt und Notarkosten auch, ist mit den Rechtsanwalt und Notarkosten für ein Testamant der gesamte Prozess abgegolten, also Beratung, Aufsetzen des Schriftstücks, Beurkundung etc.

Beispiel1 : Rechtsanwalt und Notarkosten für ein Einzeltestament bei einem Reinvermögen von 150.000€. Hier erhält der Rechtsanwalt und Notar eine volle Gebühr nach KV 21200 GNotKG in Höhe von 354,00€.

Beispiel 2: Rechtsanwalt und Notarkosten für ein gemeinschaftliches Testamens bzw. einen Erbvertrag mit einem Reinvermögen von 250.000€. Hier wird eine doppelte Gebühr nach KV 21200 GNotKG in Höhe 1070€ berechnet.

Zu den o.g. Rechtsanwalt und Notarkosten kommen in der Regel noch Pauschalen für Dokumente, Porto und Telekommunikation, und die Registrierung im Testamentsregister, die sich in meistens im Bereich von 30-40€ bewegen. Alle Kosten sind zzgl. der aktuell gültigen MwSt. Einen Gebührenrechner für Rechtsanwalt und Notarkosten finden Sie auch bei der Bundesnotarkammer zum Download: Gebührenrechner Rechtsanwalt und Notarkosten (Excel; ab Version 2007)

Zur Info: Ein Erbschein kostet im Vergleich zu Beispiel 1 den doppelten Satz, also 708€ zzgl. MwSt.

Sie überlegen, ein Testament aufsetzen zu lassen oder benötigen sonstige Hilfe aus dem notariellen Bereich? Wir beantworten Ihnen gerne Ihre Fragen zu den anfallen Rechtsanwalt und Notarkosten – sprechen Sie uns an!

Rechtsanwalt und Notarkosten – Berechnung & Beispiele

Rechtsanwalt und Notarkosten – Berechnung & Beispiele

In einem früheren Beitrag haben wurde bereits erläutert, dass die Rechtsanwalt und Notarkosten gesetzlich festgeschrieben sind und im sogenannten Gerichts- und Rechtsanwalt und Notarkostengesetz festgelegt werden. Dieses Gebührensystem bietet jedem die Möglichkeit, die notariellen Leistungen in Anspruch zu nehmen. Das besondere bei diesem Gebührensystem ist, dass nicht nach Aufwand oder bspw. Anzahl der Termine die Gebühren berechnet werden, sondern die Bedeutung und der Wert des jeweiligen Geschäfts die Höhe der Rechtsanwalt und Notarkosten bestimmen.

Strenge Vorgaben und gleichzeitige Flexibilität bei den Rechtsanwalt und Notarkosten

Im Gerichts- und Rechtsanwalt und Notarkostengesetz wird für jedes Geschäft ein Gebührensatz festgelegt, auf dessen Basis und dem jeweiligen Geschäftswert die konkreten Rechtsanwalt und Notarkosten berechnet werden. Mit dieser Gebühr werden alle Leistungen abgegolten – die Beratung, das Aufsetzen der Urkunde wie auch die eigentliche Beurkundung. Um auch für individuelle Situationen passende Gebührenmodelle bieten zu können, in denen die festen Vorgaben der obigen Regelung unangemessen sind, gibt es auch eine Rahmengebühren-Regelung, die für eine Flexibilität sorgen, von der Mandant und Rechtsanwalt und Notar im Einzelfall profitieren können.

Berechnung von Rechtsanwalt und Notarkosten – Beispiel Wohnungskauf

Der Kauf einer Immobilie ist eine der häufigsten Gründe, dass ein Rechtsanwalt und Notar hinzugezogen wird, denn die notarielle Beurkundung dieses Geschäftes ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Rechtsanwalt und Notarkosten richten sich streng nach dem Wert der Immobilie, so dass der Käufer der Eigentumswohnung bereits vor dem Kauf mit diesen Kosten kalkulieren kann. Neben der eigentlichen Beurkundung gehören zu den Aufgaben eines Rechtsanwalt und Notars bei Kauf einer Wohnung auch die zahlreichen behördlichen Korrespondenzen, Genehmigungen, Löschungsbewilligungen etc. Auch die Überwachung der Kaufpreiszahlung und Eigentumsumschreibung zählen zu den Aufgaben eines Rechtsanwalt und Notars beim Immobilienkauf.

Angenommen, die Wohnung hat einen Kaufpreis von 200.000€, dann fallen folgende Positionen an:

  1. Entwurf des Kaufvertrages und rechtliche Beratung (doppelte Gebühr nach doppelte Gebühr nach KV Nr. 21100 GNotKG): 870,00€
  2. Vollzug in Form der Einholung und Entwurf der Genehmigungen und Löschungsbewilligungen (halbe Gebühr nach KV Nr. 22110 GNotKG): 217,50€
  3. Betreuung des Kaufes in Form von Überwachung der Kaufpreiszahlung und Eigentumsumschreibung (halbe Gebühr nach KV Nr. 22110 GNotKG): 217,50€

In Summe würden die Rechtsanwalt und Notarkosten sich also auf 1305€ zzgl. 19% MwSt. belaufen. Darüber hinaus werden in der Regel noch Auslagen für Porto, Dokumentenpauschalen  etc. in Höhe von 30€ berechnet, so dass die Rechtsanwalt und Notarkosten für einen Wohnungskauf sich auf ca. 1588,65€ (inkl. MwSt.) belaufen. Einen Gebührenrechner für Rechtsanwalt und Notarkosten finden Sie auch bei der Bundesnotarkammer zum Download: Gebührenrechner Rechtsanwalt und Notarkosten (Excel; ab Version 2007)

Sie planen den Kauf einer Immobilie oder benötigen sonstige Hilfe aus dem notariellen Bereich? Wir beantworten Ihnen gerne Ihre Fragen zu den anfallen Rechtsanwalt und Notarkosten – sprechen Sie uns an!