Neues Gesetz: Käufer und Verkäufer teilen sich Maklerkosten beim Immobilienkauf

Neues Gesetz: Käufer und Verkäufer teilen sich Maklerkosten beim Immobilienkauf

In einem noch relativ neuen Gesetz wird die Verteilung der Maklerkosten beim Verkauf von Immobilien, konkret Häusern und Eigentumswohnungen neu geregelt. Konkret muss ein Verkäufer mindestens die Hälfte der Maklerkosten tragen, wenn er diesen mit dem Verkauf der Immobilie beauftragt hat. Bisher war es in vielen Regionen so, dass der Käufer die vollen Maklerkosten zu tragen hatte, auch wenn er gar nicht Auftraggeber des Maklers war.

Im Detail besagt das „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“, wie es vollständig heißt, folgende Teilung der Maklerkosten vor:

  • Haben beide Parteien dem Makler einen Lohn versprochen, ist dies nur gültig, wenn beide Parteien die Courtage in gleicher Höhe schulden.
  • Hat nur eine Partei den Maklervertrag abgeschlossen, muss diese auch mindestens die Hälfte des Maklerlohns bezahlen.

Mit dem Gesetz sollen die Erwerbsnebenkosten für den Kauf von Wohneigentum verringert und so der Erwerb von Wohneigentum erleichtern. Das Gesetz tritt im Dezember in Kraft, gilt aber nur, wenn der Käufe eine natürliche Person ist.

Informationen rund um das Thema Erbschein

Informationen rund um das Thema Erbschein

Rund um das Thema Erbe gibt es zahlreiche Fragen und Dinge, die man beachten sollte. Ein Begriff, mit dem  die meisten dann zum ersten Mal konfrontiert werden, ist der Erbschein und die wenigsten werden wissen, was damit auf sich hat, wann man einen Erbschein benötigt und was man bei der Beantragung eines Erbscheins beachten sollte.

Was ist ein Erbschein?

Ein Erbschein ist die offizielle Urkunde, in der genau formuliert ist, wer zu welchen Anteilen der Erbe eines Verstorbenen ist und ob der Nachlass irgendwelchen Verfügungseinschränkungen unterliegt. Entsprechend ist damit ein Erbschein die Dokumentation des Erbrechts in einem speziellen Erbfall.

Was macht man mit einem Erbschein und warum braucht man diesen?

Der Erbschein dient als Nachweis, dass man ein Erbe des Verstorbenen ist und Anspruch auf den im Erbschien angegebenen Anteil des Nachlasses hat. Gegenüber Behörden, Banken und Versicherungen kann man also mit Hilfe des Erbscheines die Kontofreigabe erreichen, Immobilien umschreiben oder bspw. Versicherungen ausbezahlen lassen.

Wer kann einen Erbschein beantragen?

Bei einer Erbengemeinschaft kann jeder Erbe einen eigenen Erbschein für sich beantragen oder es wird ein gemeinschaftlicher Erbschein für die gesamte Erbengemeinschaft beantragt. Maßgeblich bei der Entscheidung, ob jeder  Erbe einen Erbschein beantrag oder eine gemeinsamer Erbschein beantrag wird, sind in der Regel die teilweise erheblichen Kosten eines Erbscheins.

Was kosten ein Erbschein?

Für die Erteilung eines Erbscheins entstehen Kosten, die sich am Wert des Nachlasses orientieren und sich nach einer Tabelle staffeln. Das Nachlassgericht erhebt diese Gebühren. Wenn es bspw  um ein Vermögen von 50.000€ geht, kostet ein Erbschein 132€, bei einem Vermögen von 500.000€ sind es immerhin schon  935€, wobei zu diesen Kosten häufig noch die Kosten für die eidesstattliche Erklärung in gleicher Höhe hinzukommen.

Wo muss man den Erbschein beantragen?

Der Antrag für den Erbschein muss beim Nachlassgericht am Wohnsitz des Verstorbenen erfolgen. Um diesen zu beantragen sind verschiedene Unterlagen erforderlich, z.B. das Familienstammbuch, Sterbeurkunden etc., was von Einzelfall zu Einzelfall unterschiedlich sein kann.

Wann muss ein Erbschein nicht beantragt werden?

Wichtig – nicht in jedem Fall muss ein Erbschein beantragt werden, denn in vielen Fällen reichen die verschiedenen Dokumente, die man im Rahmen der Nachlassvorsorge aufsetzen (lassen) kann. Dies können bspw. handschriftliches oder notarielles Testament sind, in manchen Fällen kann auch eine Vorsorgevollmacht genügen. Liegen diese Dokumente vor, kann man sich die Kosten und den Aufwand für den Erbschein sparen.

Sie haben Fragen rund um das Thema Erbe und Nachlass? Sie überlegen, ein Testament aufsetzen zu lassen oder benötigen sonstige Hilfe aus dem notariellen Bereich? Wir beantworten Ihnen gerne Ihre Fragen zu den anfallen Rechtsanwalt und Notarkosten – sprechen Sie uns an!

Rechtsanwalt und Notarkosten für ein Testament

Rechtsanwalt und Notarkosten für ein Testament

Ein korrekt gestaltetes Testament bewahrt im Todesfall vor Unklarheiten und evtl. aufkommenden Erbstreitigkeiten, daher sind die Leistungen rund um die Beratung und Erstellung eines Testaments eine der häufigsten Rechtsanwalt und Notarleistungen, die in Anspruch genommen werden. Viele Menschen scheuen aber die vermeintlich hohen Kosten, die durch ein notariell beglaubigtes Testament anfallen – zu Unrecht, wie das folgende Berechnungsbeispiel zeigt.

Rechtsanwalt und Notarielle Leistungen rund um ein Testament

Das Aufsetzen eine Testaments umfasst in der Regel mehrere Schritte, die vom Rechtsanwalt und Notar begleitet werden: Angefangen von der Beratung über das Aufsetzen des Schriftstücks bis hin zur Beurkundung begleitet der Rechtsanwalt und Notar den kompletten Prozess. Im zentralen Testamentsregister wird das Testament hinterlegt, so dass im Todesfall das Auffinden des Testaments sichergestellt wird. Auch kann ein öffentliches Testament eine Erbschein ersetzen, der sonst häufig mehr kostet, als das eigentliche Testament.

Berechnungsgrundlage ist das Reinvermögen des Testierenden

Anders als bspw. beim Kauf einer Immobilie ist die Festsetzung des Geschäftswertes beim Testament nicht ganz so einfach. Als Berechnungsgrundlage wird das Reinvermögen des Testierenden angenommen. Das Reinvermögen ist die Differenz aus Aktivvermögen (Vermögengegenstände, Barbestände, Wertpapiere etc.) und Verbindlichkeiten, wobei maximal die Hälfte des Aktivvermögen durch Verbindlichkeiten gemindert werden kann. Wie bei anderen Rechtsanwalt und Notarkosten auch, ist mit den Rechtsanwalt und Notarkosten für ein Testamant der gesamte Prozess abgegolten, also Beratung, Aufsetzen des Schriftstücks, Beurkundung etc.

Beispiel1 : Rechtsanwalt und Notarkosten für ein Einzeltestament bei einem Reinvermögen von 150.000€. Hier erhält der Rechtsanwalt und Notar eine volle Gebühr nach KV 21200 GNotKG in Höhe von 354,00€.

Beispiel 2: Rechtsanwalt und Notarkosten für ein gemeinschaftliches Testamens bzw. einen Erbvertrag mit einem Reinvermögen von 250.000€. Hier wird eine doppelte Gebühr nach KV 21200 GNotKG in Höhe 1070€ berechnet.

Zu den o.g. Rechtsanwalt und Notarkosten kommen in der Regel noch Pauschalen für Dokumente, Porto und Telekommunikation, und die Registrierung im Testamentsregister, die sich in meistens im Bereich von 30-40€ bewegen. Alle Kosten sind zzgl. der aktuell gültigen MwSt. Einen Gebührenrechner für Rechtsanwalt und Notarkosten finden Sie auch bei der Bundesnotarkammer zum Download: Gebührenrechner Rechtsanwalt und Notarkosten (Excel; ab Version 2007)

Zur Info: Ein Erbschein kostet im Vergleich zu Beispiel 1 den doppelten Satz, also 708€ zzgl. MwSt.

Sie überlegen, ein Testament aufsetzen zu lassen oder benötigen sonstige Hilfe aus dem notariellen Bereich? Wir beantworten Ihnen gerne Ihre Fragen zu den anfallen Rechtsanwalt und Notarkosten – sprechen Sie uns an!

Rechtsanwalt und Notarkosten – Berechnung & Beispiele

Rechtsanwalt und Notarkosten – Berechnung & Beispiele

In einem früheren Beitrag haben wurde bereits erläutert, dass die Rechtsanwalt und Notarkosten gesetzlich festgeschrieben sind und im sogenannten Gerichts- und Rechtsanwalt und Notarkostengesetz festgelegt werden. Dieses Gebührensystem bietet jedem die Möglichkeit, die notariellen Leistungen in Anspruch zu nehmen. Das besondere bei diesem Gebührensystem ist, dass nicht nach Aufwand oder bspw. Anzahl der Termine die Gebühren berechnet werden, sondern die Bedeutung und der Wert des jeweiligen Geschäfts die Höhe der Rechtsanwalt und Notarkosten bestimmen.

Strenge Vorgaben und gleichzeitige Flexibilität bei den Rechtsanwalt und Notarkosten

Im Gerichts- und Rechtsanwalt und Notarkostengesetz wird für jedes Geschäft ein Gebührensatz festgelegt, auf dessen Basis und dem jeweiligen Geschäftswert die konkreten Rechtsanwalt und Notarkosten berechnet werden. Mit dieser Gebühr werden alle Leistungen abgegolten – die Beratung, das Aufsetzen der Urkunde wie auch die eigentliche Beurkundung. Um auch für individuelle Situationen passende Gebührenmodelle bieten zu können, in denen die festen Vorgaben der obigen Regelung unangemessen sind, gibt es auch eine Rahmengebühren-Regelung, die für eine Flexibilität sorgen, von der Mandant und Rechtsanwalt und Notar im Einzelfall profitieren können.

Berechnung von Rechtsanwalt und Notarkosten – Beispiel Wohnungskauf

Der Kauf einer Immobilie ist eine der häufigsten Gründe, dass ein Rechtsanwalt und Notar hinzugezogen wird, denn die notarielle Beurkundung dieses Geschäftes ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Rechtsanwalt und Notarkosten richten sich streng nach dem Wert der Immobilie, so dass der Käufer der Eigentumswohnung bereits vor dem Kauf mit diesen Kosten kalkulieren kann. Neben der eigentlichen Beurkundung gehören zu den Aufgaben eines Rechtsanwalt und Notars bei Kauf einer Wohnung auch die zahlreichen behördlichen Korrespondenzen, Genehmigungen, Löschungsbewilligungen etc. Auch die Überwachung der Kaufpreiszahlung und Eigentumsumschreibung zählen zu den Aufgaben eines Rechtsanwalt und Notars beim Immobilienkauf.

Angenommen, die Wohnung hat einen Kaufpreis von 200.000€, dann fallen folgende Positionen an:

  1. Entwurf des Kaufvertrages und rechtliche Beratung (doppelte Gebühr nach doppelte Gebühr nach KV Nr. 21100 GNotKG): 870,00€
  2. Vollzug in Form der Einholung und Entwurf der Genehmigungen und Löschungsbewilligungen (halbe Gebühr nach KV Nr. 22110 GNotKG): 217,50€
  3. Betreuung des Kaufes in Form von Überwachung der Kaufpreiszahlung und Eigentumsumschreibung (halbe Gebühr nach KV Nr. 22110 GNotKG): 217,50€

In Summe würden die Rechtsanwalt und Notarkosten sich also auf 1305€ zzgl. 19% MwSt. belaufen. Darüber hinaus werden in der Regel noch Auslagen für Porto, Dokumentenpauschalen  etc. in Höhe von 30€ berechnet, so dass die Rechtsanwalt und Notarkosten für einen Wohnungskauf sich auf ca. 1588,65€ (inkl. MwSt.) belaufen. Einen Gebührenrechner für Rechtsanwalt und Notarkosten finden Sie auch bei der Bundesnotarkammer zum Download: Gebührenrechner Rechtsanwalt und Notarkosten (Excel; ab Version 2007)

Sie planen den Kauf einer Immobilie oder benötigen sonstige Hilfe aus dem notariellen Bereich? Wir beantworten Ihnen gerne Ihre Fragen zu den anfallen Rechtsanwalt und Notarkosten – sprechen Sie uns an!

Aufgaben und Kosten eines Testamentsvollstreckers

Aufgaben und Kosten eines Testamentsvollstreckers

Um den Nachlass möglichst problemlos und ohne Streit der Erben zu organisieren, sind verschiedene Schritte empfehlenswert: Auf der einen Seite sollte die Vermögensnachfolge durch ein Testament klar geregelt werden. Darüber hinaus hilft ein Testamentsvollstrecker, die im Testament erfassten Verfügungen des Erblassers umzusetzen.
Daher hat ein Testamentsvollstrecker im Prinzip drei wichtige Aufgaben zu erfüllen: Der Wille des Erblassers soll durch ihn abgesichert werden, die Erben sollen vor sich selbst geschützt werden (was gerade bei Minderjährigen von Vorteil ist) und gerade bei mehreren Erben soll die Aufteilung der Erbschaft durch den Testamentsvollstrecker erleichtert werden. Durch die Verpflichtung zu Unparteilichkeit wird ein Rechtsanwalt und Notar häufig als Testamentsvollstrecker eingesetzt, denn der Rechtsanwalt und Notar begleitet den Erblasser oftmals schon bei der Erstellung des Testaments und der Vermögensnachfolge und kennt entsprechend dessen Willen und oftmals auch schon die Erben.

Häufige stellt sich die Frage nach der Vergütung eines Testamentsvollstreckers und hier gibt es im Gesetz nur die Formulierung der „angemessenen Vergütung“, sofern der Erblasser keine andere Bestimmung vorgesehen hat. Allerdings ist die Formulierung „angemessene Vergütung“ sehr subjektiv, so dass hier eine Orientierung hilfreich ist. Der Deutsche Rechtsanwalt und Notarverein hat daher eine Tabelle veröffentlicht, anhand derer man die ungefähre Vergütung des Testamentsvollstreckers ersehen kann. Als Bezugsgröße ist hier der Wert des Nachlasses maßgeblich:

Neue Rheinische Tabelle für Vergütungen von Testamentsvollstreckern

Wert des Nach­lasses (Euro) Vergütungs­grund­betrag
Bis 250 000 Euro 4 Prozent
Bis 500 000 Euro 3 Prozent (mind. der höchste Betrag der Vorstufe, also 10.000€)
Bis 2 500 000 Euro 2,5 (mind. der höchste Betrag der Vorstufe, also 15.000 €)
Bis 5 000 000 Euro 2 Prozent (mind der höchste Betrag der Vorstufe, also 62.500 €)
Ab 5 000 000 Euro 1,5 Prozent (mind. der höchste Betrag der Vorstufe, also 100.000 €)

Abschließend bleibt festzuhalten, dass diese Werte nur eine Orientierung bieten. Gesetzlich bindend sind sie nicht.

 

Die Rechtsanwalt und Notarkosten – Gesetzlich festgeschrieben

Die Rechtsanwalt und Notarkosten – Gesetzlich festgeschrieben

Eine der ersten Fragen unserer Mandanten ist die berechtigte Frage nach den Rechtsanwalt und Notarkosten, also den Kosten, die für unsere Leistungen in Rechnung stellen. Bei der Berechnung der Rechtsanwalt und Notarkosten sind wir als Rechtsanwalt und Notar nicht frei, sondern sind fest an das Gerichts- und Rechtsanwalt und Notarkostengesetz gebunden, in dem gesetzlich festgeschrieben ist, welche Gebühren und Auslagen für welche Tätigkeiten in Rechnung gestellt werden.

Seit dem 1. August 2013 gilt das Gerichts- und Rechtsanwalt und Notarkostengesetz, so dass alle seit diesem Datum erbrachten Leistungen entsprechend nach den dort hinterlegten Sätzen abgerechnet werden. Die dortigen Gebührensätze sind für alle Rechtsanwalt und Notar verbindlich – weder mehr noch weniger Rechtsanwalt und Notarkosten dürfen in Rechnung gestellt werden.

Bei der Aufstellung Gebührensystems im Gerichts- und Rechtsanwalt und Notarkostengesetz ist darauf geachtet worden, dass diese möglichst sorgfältig austariert ist und dass jedermann notarielle Leistungen Anspruch nehmen kann, unabhängig von jeweiligen Vermögen oder bspw. dem Wert des Geschäfts. Viele Amtstätigkeiten werden vom Rechtsanwalt und Notar durchgeführt, ohne dass dafür Rechtsanwalt und Notarkosten für den Mandanten entstehen bzw. diese kostendeckend sind. Ein weiterer, wichtiger Punkt bei der Berechnung der Rechtsanwalt und Notarkosten ist, dass die Beratung und die Entwurfstätigkeit des Rechtsanwalt und Notars ist in der Beurkundungsgebühr enthalten sind. Die Beurkundungsgebühr, also die Rechtsanwalt und Notarkosten für die Beurkundung, ist unabhängig vom Aufwand oder bspw. der Anzahl der Besprechungstermine, so dass in jedem Fall eine gleichbleibend hohe Beratungsqualität gesichert werden kann.

Einhergehend mit dieser festen Regelung der Rechtsanwalt und Notargebühren ist der Wettbewerb zwischen den einzelnen Rechtsanwalt und Notar. Anders als in anderen Branchen wird hier bewusst auf einen Wettbewerb über den Preis verzichtet, sondern als Rechtsanwalt und Notar kann man sich den Mandanten gegenüber durch einen umfassenden Service etablieren.

Wenn Sie Fragen zu Rechtsanwalt und Notargebühren haben, zögern Sie nicht, uns anzusprechen. Wir geben Ihnen gerne Auskunft darüber, welche Rechtsanwalt und Notarkosten für eine bestimmte Leistung als Rechtsanwalt und Notar entstehen und würden uns freuen, Sie als neuen Mandanten auch in notariellen Fragen zu betreuen.