Informationen rund um das Thema Erbschein

Informationen rund um das Thema Erbschein

Rund um das Thema Erbe gibt es zahlreiche Fragen und Dinge, die man beachten sollte. Ein Begriff, mit dem  die meisten dann zum ersten Mal konfrontiert werden, ist der Erbschein und die wenigsten werden wissen, was damit auf sich hat, wann man einen Erbschein benötigt und was man bei der Beantragung eines Erbscheins beachten sollte.

Was ist ein Erbschein?

Ein Erbschein ist die offizielle Urkunde, in der genau formuliert ist, wer zu welchen Anteilen der Erbe eines Verstorbenen ist und ob der Nachlass irgendwelchen Verfügungseinschränkungen unterliegt. Entsprechend ist damit ein Erbschein die Dokumentation des Erbrechts in einem speziellen Erbfall.

Was macht man mit einem Erbschein und warum braucht man diesen?

Der Erbschein dient als Nachweis, dass man ein Erbe des Verstorbenen ist und Anspruch auf den im Erbschien angegebenen Anteil des Nachlasses hat. Gegenüber Behörden, Banken und Versicherungen kann man also mit Hilfe des Erbscheines die Kontofreigabe erreichen, Immobilien umschreiben oder bspw. Versicherungen ausbezahlen lassen.

Wer kann einen Erbschein beantragen?

Bei einer Erbengemeinschaft kann jeder Erbe einen eigenen Erbschein für sich beantragen oder es wird ein gemeinschaftlicher Erbschein für die gesamte Erbengemeinschaft beantragt. Maßgeblich bei der Entscheidung, ob jeder  Erbe einen Erbschein beantrag oder eine gemeinsamer Erbschein beantrag wird, sind in der Regel die teilweise erheblichen Kosten eines Erbscheins.

Was kosten ein Erbschein?

Für die Erteilung eines Erbscheins entstehen Kosten, die sich am Wert des Nachlasses orientieren und sich nach einer Tabelle staffeln. Das Nachlassgericht erhebt diese Gebühren. Wenn es bspw  um ein Vermögen von 50.000€ geht, kostet ein Erbschein 132€, bei einem Vermögen von 500.000€ sind es immerhin schon  935€, wobei zu diesen Kosten häufig noch die Kosten für die eidesstattliche Erklärung in gleicher Höhe hinzukommen.

Wo muss man den Erbschein beantragen?

Der Antrag für den Erbschein muss beim Nachlassgericht am Wohnsitz des Verstorbenen erfolgen. Um diesen zu beantragen sind verschiedene Unterlagen erforderlich, z.B. das Familienstammbuch, Sterbeurkunden etc., was von Einzelfall zu Einzelfall unterschiedlich sein kann.

Wann muss ein Erbschein nicht beantragt werden?

Wichtig – nicht in jedem Fall muss ein Erbschein beantragt werden, denn in vielen Fällen reichen die verschiedenen Dokumente, die man im Rahmen der Nachlassvorsorge aufsetzen (lassen) kann. Dies können bspw. handschriftliches oder notarielles Testament sind, in manchen Fällen kann auch eine Vorsorgevollmacht genügen. Liegen diese Dokumente vor, kann man sich die Kosten und den Aufwand für den Erbschein sparen.

Sie haben Fragen rund um das Thema Erbe und Nachlass? Sie überlegen, ein Testament aufsetzen zu lassen oder benötigen sonstige Hilfe aus dem notariellen Bereich? Wir beantworten Ihnen gerne Ihre Fragen zu den anfallen Rechtsanwalt und Notarkosten – sprechen Sie uns an!

Rechtsanwalt und Notarkosten für ein Testament

Rechtsanwalt und Notarkosten für ein Testament

Ein korrekt gestaltetes Testament bewahrt im Todesfall vor Unklarheiten und evtl. aufkommenden Erbstreitigkeiten, daher sind die Leistungen rund um die Beratung und Erstellung eines Testaments eine der häufigsten Rechtsanwalt und Notarleistungen, die in Anspruch genommen werden. Viele Menschen scheuen aber die vermeintlich hohen Kosten, die durch ein notariell beglaubigtes Testament anfallen – zu Unrecht, wie das folgende Berechnungsbeispiel zeigt.

Rechtsanwalt und Notarielle Leistungen rund um ein Testament

Das Aufsetzen eine Testaments umfasst in der Regel mehrere Schritte, die vom Rechtsanwalt und Notar begleitet werden: Angefangen von der Beratung über das Aufsetzen des Schriftstücks bis hin zur Beurkundung begleitet der Rechtsanwalt und Notar den kompletten Prozess. Im zentralen Testamentsregister wird das Testament hinterlegt, so dass im Todesfall das Auffinden des Testaments sichergestellt wird. Auch kann ein öffentliches Testament eine Erbschein ersetzen, der sonst häufig mehr kostet, als das eigentliche Testament.

Berechnungsgrundlage ist das Reinvermögen des Testierenden

Anders als bspw. beim Kauf einer Immobilie ist die Festsetzung des Geschäftswertes beim Testament nicht ganz so einfach. Als Berechnungsgrundlage wird das Reinvermögen des Testierenden angenommen. Das Reinvermögen ist die Differenz aus Aktivvermögen (Vermögengegenstände, Barbestände, Wertpapiere etc.) und Verbindlichkeiten, wobei maximal die Hälfte des Aktivvermögen durch Verbindlichkeiten gemindert werden kann. Wie bei anderen Rechtsanwalt und Notarkosten auch, ist mit den Rechtsanwalt und Notarkosten für ein Testamant der gesamte Prozess abgegolten, also Beratung, Aufsetzen des Schriftstücks, Beurkundung etc.

Beispiel1 : Rechtsanwalt und Notarkosten für ein Einzeltestament bei einem Reinvermögen von 150.000€. Hier erhält der Rechtsanwalt und Notar eine volle Gebühr nach KV 21200 GNotKG in Höhe von 354,00€.

Beispiel 2: Rechtsanwalt und Notarkosten für ein gemeinschaftliches Testamens bzw. einen Erbvertrag mit einem Reinvermögen von 250.000€. Hier wird eine doppelte Gebühr nach KV 21200 GNotKG in Höhe 1070€ berechnet.

Zu den o.g. Rechtsanwalt und Notarkosten kommen in der Regel noch Pauschalen für Dokumente, Porto und Telekommunikation, und die Registrierung im Testamentsregister, die sich in meistens im Bereich von 30-40€ bewegen. Alle Kosten sind zzgl. der aktuell gültigen MwSt. Einen Gebührenrechner für Rechtsanwalt und Notarkosten finden Sie auch bei der Bundesnotarkammer zum Download: Gebührenrechner Rechtsanwalt und Notarkosten (Excel; ab Version 2007)

Zur Info: Ein Erbschein kostet im Vergleich zu Beispiel 1 den doppelten Satz, also 708€ zzgl. MwSt.

Sie überlegen, ein Testament aufsetzen zu lassen oder benötigen sonstige Hilfe aus dem notariellen Bereich? Wir beantworten Ihnen gerne Ihre Fragen zu den anfallen Rechtsanwalt und Notarkosten – sprechen Sie uns an!