Testament für Alleinstehende

Testament für Alleinstehende

Ohne Testament gilt die gesetzliche Erbfolge

Auch Alleinstehende sollten sich mit dem Thema Erbe und Nachlass auseinandersetzen. Gerade wenn es um größere Nachlässe geht, gibt es sonst oftmals eine unerwünschte Nachlassregelung, denn es greift die gesetzliche Nachlassfolge. Im Todesfall erben ohne das Vorliegen eines Testaments dann zunächst die Eltern, wenn man weder Kinder, Enkelkinder oder einen Ehepartner hat – was für viele Alleinstehenden zutrifft. Wenn die Eltern nicht mehr leben, erben Geschwister und deren Nachkommen, also Neffen und Nichten es Erblasser. Gibt es diese ebenfalls nicht, erben Onkel und Tanten und zu guter Letzt kann auch der Staat das Erbe erhalten.

Bei gewünschten Abweichungen von der gesetzlichen Erbfolge ist Testament notwendig

Will man sein Erbe nicht der gesetzlichen Erbfolge unterwerfen, ist ein Testament notwendig. Dieses kann eigenhändig oder mit notarieller Hilfe erstellt werden. Das eigenhändige Testament muss von Hand geschrieben und unterschrieben sein, zudem ist es empfehlenswert, das handgeschriebene Testament in die amtliche Verwahrung beim Nachlassgericht zu geben.

Bei der Unterstützung durch den Notar wird das Testament nach den Wünschen des Erblassers und rechtssicher gestaltet. Beim Antreten eines Erbes ist im Unterschied zum eigenhändigen Testament auch kein Erbschein notwendig.

 

Schenken oder vererben? Viele Punkte sollten bei der Entscheidung beachtet werden

Schenken oder vererben? Viele Punkte sollten bei der Entscheidung beachtet werden

Wenn es um den Übertrag von Vermögen auf die nächste Generation geht, sind in der Regel das Vererben oder Schenken die beiden Optionen, die zur Wahl stehen. Bei der Entscheidung, was in der individuellen Situation sinnvoll ist, muss man zahlreiche Punkte beachten. Insbesondere rechtlich komplexe Übertragungen von Grundbesitz, Erb- und Geschäftsanteilen, aber auch künftige Schenkungen bedürfen der notariellen Beurkundung. Diese gilt ebenfalls für Erb- und Pflichtteilsverzichte.

Bei der Entscheidung wie die Übertragung des Vermögens erfolgen soll – ob per Schenkung oder Erbe, sollten immer die jeweiligen Vor- und Nachteile sorgfältig abzuwägen. Bei einer Schenkung wird das Vermögen schon zu Lebzeiten übertragen und eine Rückforderung ist nach dem Gesetz nur eingeschränkt möglich, wenn diese Option nicht bereits im Übertragungsvertrag berücksichtigt wurde. Gleichzeitig bietet die Schenkung Lebzeiten auch erhebliche Vorteile, wie z. B. dass durch die Übertragung von Grundbesitz von Eltern auf Kindern kann diesen die Begründung eines eigenen Hausstandes oder einer beruflichen Existenz erleichtert werden. Auch können steuerliche Freibeträge dann mehrfach ausgenutzt werden.

Aufgrund der Komplexität und Individualität jedes einzelnen Sachverhaltes kann man hier eine Vielzahl von Gestaltungsoptionen umsetzen – der Phantasie sind hier (fast) keine Grenzen gesetzt. Umso empfehlenswerter ist es, eine professionelle Beratung bei der Ausgestaltung hinzuzuziehen, um die steuerlichen und weiteren rechtliche Auswirkungen der unterschiedlichen Modelle absehen zu können.

Gesetzliche Erbfolge – was ist das und was wird hier geregelt?

Gesetzliche Erbfolge – was ist das und was wird hier geregelt?

Die Beratung bei Fragen rund um das Thema Erbe und Nachlass gehört zu einer unserer Hauptaufgaben als Rechtsanwalt und Notar. Insbesondere wenn es kein ordentliches Testament gibt oder der Nachlass anderweitig geregelt wurde, ergeben sich schnell viele Fragen rund um das Erbe und in diesem Kontext gewinnt die gesetzliche Erbfolge an Bedeutung. Heute geben wir einen Überblick, was die gesetzliche Erbfolge beinhaltet bzw. regelt.

Was sind die Inhalte der gesetzlichen Erbfolge?

Im Rahmen der gesetzlichen Erbfolge treten die Verwandten des Verstorbenen in einer fest vorgegebene Reihenfolge als dessen Erben ein und diese Reihenfolge ist in § 1924 ff. im BGB eindeutig geregelt: Verwandte des Verstorbenen erben, wenn sie in einem möglichst nahen Verwandtschaftsverhältnis zum Nachlassgeber stehen. Verwandte erster Ordnung sind die Kinder des Nachlassgebers und an die Stelle verstorbener Kinder treten wiederum deren Kinder. Zur zweiten Ordnung im Rahmen der gesetzlichen Erbfolge gehören die Eltern und an die Stelle verstorbener Eltern treten deren Kinder, welche im Normalfall dann die Geschwister oder Halbgeschwister des Verstorbenen sind. Nach dem gleichen Schema gibt es noch weitere Verwandschaftsordnungen, wobei die nächste Ordnung immer erst dann zum Zuge kommt, wenn die Verwandten näherer Ordnung nicht vorhanden sind.
Neben den Verwandten hat auch der Ehegatte des Verstorbenen ein gesetzliches Erbrecht, welches ebenfalls durch die gesetzliche Erbfolge geregelt wird. Je nachdem, in welchem Güterstand die Eheleute verheiratet waren und welche Verwandten der Verstorbene hinterlassen hat, beträgt der Erbteil des Ehegatten laut der gesetzlichen Erbfolge ein Viertel, ein Drittel oder die Hälfte des Nachlasses (Beispiele für die gesetzliche Erbfolge finden Sie nachstehend). In Sonderfällen kann ein Ehegatte auch alleine erben (bspw. wenn keine Verwandten der nahen Ordnungen vorhanden sind) oder gar nicht erben (wenn bspw. einer Scheidung zugestimmt wurde).

Verschiedene Beispiele zeigen, wie die gesetzlichen Erbfolge zur Anwendung kommt

  1. Frau Meier, dessen Mann bereits verstorben ist, hat zwei Kinder. Ohne Testament erben nach der gesetzlichen Erbfolge beide Kinder zu gleichen Teilen. Sollte ein Kind bspw. verstorben sein und hinterlässt Enkelkinder, wird unter diesen Enkelkindern der auf das vorverstorbene Kind entfallenden Erbanteil (also die Hälfte des Nachlasses) aufgeteilt.
  2. Herr Müller verstirbt und hinterlässt seine Ehefrau sowie zwei Kinder. Die Eheleute haben im gesetzlichen Güterstand gelebt und keinen gesonderten Ehevertrag geschlossen. Dann sieht die gesetzliche Erbfolge vor, dass die Ehefrau im gesetzlichen Güterstand die Hälfte des Nachlasses erbt und die Kinder jeweils ein Viertel des Nachlasses als Erbe erhalten.
  3. Herr Schmidt hinterlässt seine Mutter und drei Kinder. Kind 1 (verheiratet, ein eigenes Kind), ein lediges Kind 2 und zwei Enkelkinder (vom vorher verstorbenen Kind 3) sind für die Nachlassverteilung relevant. Dann erben die Kinder zu gleichen Teilen jeweils 1/3, wobei der Erbteil von Kind 3 zu gleichen Teilen auf die Enkelkinder (Kinder von Kind 3) verteilt werden

Wenn auch Sie Beratung und Unterstützung beim Erbrecht , der Nachlassregelung, der Ausarbeitung eines Testaments oder anderen Fragen aus dem Erbrecht und der Vermögensnachfolge benötigen – wir stehen Ihnen als Rechtsanwalt und Notar und Anwalt gerne zu Seite, sprechen Sie uns an.

 

Informationen rund um das Thema Erbschein

Informationen rund um das Thema Erbschein

Rund um das Thema Erbe gibt es zahlreiche Fragen und Dinge, die man beachten sollte. Ein Begriff, mit dem  die meisten dann zum ersten Mal konfrontiert werden, ist der Erbschein und die wenigsten werden wissen, was damit auf sich hat, wann man einen Erbschein benötigt und was man bei der Beantragung eines Erbscheins beachten sollte.

Was ist ein Erbschein?

Ein Erbschein ist die offizielle Urkunde, in der genau formuliert ist, wer zu welchen Anteilen der Erbe eines Verstorbenen ist und ob der Nachlass irgendwelchen Verfügungseinschränkungen unterliegt. Entsprechend ist damit ein Erbschein die Dokumentation des Erbrechts in einem speziellen Erbfall.

Was macht man mit einem Erbschein und warum braucht man diesen?

Der Erbschein dient als Nachweis, dass man ein Erbe des Verstorbenen ist und Anspruch auf den im Erbschien angegebenen Anteil des Nachlasses hat. Gegenüber Behörden, Banken und Versicherungen kann man also mit Hilfe des Erbscheines die Kontofreigabe erreichen, Immobilien umschreiben oder bspw. Versicherungen ausbezahlen lassen.

Wer kann einen Erbschein beantragen?

Bei einer Erbengemeinschaft kann jeder Erbe einen eigenen Erbschein für sich beantragen oder es wird ein gemeinschaftlicher Erbschein für die gesamte Erbengemeinschaft beantragt. Maßgeblich bei der Entscheidung, ob jeder  Erbe einen Erbschein beantrag oder eine gemeinsamer Erbschein beantrag wird, sind in der Regel die teilweise erheblichen Kosten eines Erbscheins.

Was kosten ein Erbschein?

Für die Erteilung eines Erbscheins entstehen Kosten, die sich am Wert des Nachlasses orientieren und sich nach einer Tabelle staffeln. Das Nachlassgericht erhebt diese Gebühren. Wenn es bspw  um ein Vermögen von 50.000€ geht, kostet ein Erbschein 132€, bei einem Vermögen von 500.000€ sind es immerhin schon  935€, wobei zu diesen Kosten häufig noch die Kosten für die eidesstattliche Erklärung in gleicher Höhe hinzukommen.

Wo muss man den Erbschein beantragen?

Der Antrag für den Erbschein muss beim Nachlassgericht am Wohnsitz des Verstorbenen erfolgen. Um diesen zu beantragen sind verschiedene Unterlagen erforderlich, z.B. das Familienstammbuch, Sterbeurkunden etc., was von Einzelfall zu Einzelfall unterschiedlich sein kann.

Wann muss ein Erbschein nicht beantragt werden?

Wichtig – nicht in jedem Fall muss ein Erbschein beantragt werden, denn in vielen Fällen reichen die verschiedenen Dokumente, die man im Rahmen der Nachlassvorsorge aufsetzen (lassen) kann. Dies können bspw. handschriftliches oder notarielles Testament sind, in manchen Fällen kann auch eine Vorsorgevollmacht genügen. Liegen diese Dokumente vor, kann man sich die Kosten und den Aufwand für den Erbschein sparen.

Sie haben Fragen rund um das Thema Erbe und Nachlass? Sie überlegen, ein Testament aufsetzen zu lassen oder benötigen sonstige Hilfe aus dem notariellen Bereich? Wir beantworten Ihnen gerne Ihre Fragen zu den anfallen Rechtsanwalt und Notarkosten – sprechen Sie uns an!

Schenkung – eine gute Möglichkeit, Vermögen bereits zu Lebzeiten zu übertragen

Schenkung – eine gute Möglichkeit, Vermögen bereits zu Lebzeiten zu übertragen

Die Schenkung ist neben dem Vererben eine Möglichkeit, Vermögen auf die nächste Generation zu übertragen. Im Unterschied zum Vererben erfolgt die Schenkung bereits zu Lebzeiten. Bei der Schenkung ist eine Reihe von Rahmenbedingungen und Optionen zu beachten, daher werden Schenkungen in der Regel auch von Rechtsanwalt und Notaren begleitet, um eine rechtliche Sicherheit und gleichzeitig wunschgemäße Ausgestaltung der Schenkung zu gewährleisten und häufig auch steuerliche Vorteile zu ermöglichen. Bspw. können mit Schenkungen auch Erbfolgen beeinflusst werden (sogenannte vorweggenommene Erbfolge).

Gleichzeitig bedürfen nicht nur komplexe Übertragungen von Geschäftsanteilen, Grundbesitz und auch Erbanteilen einer Beurkundung durch den Rechtsanwalt und Notar, denn die Konsequenzen der Schenkung sind signifikant: Einmal durch Schenkung übertragenes Vermögen kann in der Regel nur sehr eingeschränkt zurückgefordert werden. Gleichzeitig gibt es – neben den steuerlichen Vorteilen – mit der Vermögensübertragung eine Reihe von weiteren Vorteilen, die im Rahmen einer Schenkung realisiert werden können. Bspw. kann im Übertragungsvertrag sichergestellt werden, dass der Schenkende versorgt wird. Ebenso können durch Schenkungen Pflichtanteilsansprüche von Dritten beschränkt werden. Nicht zuletzt sind die steuerlichen Vorteile ein häufiger Grund, Schenkungen vorzunehmen, weil Freibeträge durch die zeitliche Verteilung mehrfach genutzt werden können.

Als Rechtsanwalt und Notar beraten wir Sie umfassend zum Thema Schenkung und entwickeln gemeinsam mit Ihnen genau das Modell, dass Ihren Wünschen entspricht – selbstverständlich unter Berücksichtigung der steuerlichen Vorteile und optimalen Ausgestaltung von Schenkung, Nachlass, Erbfolge etc. In umfangreichen Gesprächen erarbeiten wir gemeinsam Ihre Bedürfnisse und gestalten den Vertrag entsprechend.

 

Aufgaben und Kosten eines Testamentsvollstreckers

Aufgaben und Kosten eines Testamentsvollstreckers

Um den Nachlass möglichst problemlos und ohne Streit der Erben zu organisieren, sind verschiedene Schritte empfehlenswert: Auf der einen Seite sollte die Vermögensnachfolge durch ein Testament klar geregelt werden. Darüber hinaus hilft ein Testamentsvollstrecker, die im Testament erfassten Verfügungen des Erblassers umzusetzen.
Daher hat ein Testamentsvollstrecker im Prinzip drei wichtige Aufgaben zu erfüllen: Der Wille des Erblassers soll durch ihn abgesichert werden, die Erben sollen vor sich selbst geschützt werden (was gerade bei Minderjährigen von Vorteil ist) und gerade bei mehreren Erben soll die Aufteilung der Erbschaft durch den Testamentsvollstrecker erleichtert werden. Durch die Verpflichtung zu Unparteilichkeit wird ein Rechtsanwalt und Notar häufig als Testamentsvollstrecker eingesetzt, denn der Rechtsanwalt und Notar begleitet den Erblasser oftmals schon bei der Erstellung des Testaments und der Vermögensnachfolge und kennt entsprechend dessen Willen und oftmals auch schon die Erben.

Häufige stellt sich die Frage nach der Vergütung eines Testamentsvollstreckers und hier gibt es im Gesetz nur die Formulierung der „angemessenen Vergütung“, sofern der Erblasser keine andere Bestimmung vorgesehen hat. Allerdings ist die Formulierung „angemessene Vergütung“ sehr subjektiv, so dass hier eine Orientierung hilfreich ist. Der Deutsche Rechtsanwalt und Notarverein hat daher eine Tabelle veröffentlicht, anhand derer man die ungefähre Vergütung des Testamentsvollstreckers ersehen kann. Als Bezugsgröße ist hier der Wert des Nachlasses maßgeblich:

Neue Rheinische Tabelle für Vergütungen von Testamentsvollstreckern

Wert des Nach­lasses (Euro) Vergütungs­grund­betrag
Bis 250 000 Euro 4 Prozent
Bis 500 000 Euro 3 Prozent (mind. der höchste Betrag der Vorstufe, also 10.000€)
Bis 2 500 000 Euro 2,5 (mind. der höchste Betrag der Vorstufe, also 15.000 €)
Bis 5 000 000 Euro 2 Prozent (mind der höchste Betrag der Vorstufe, also 62.500 €)
Ab 5 000 000 Euro 1,5 Prozent (mind. der höchste Betrag der Vorstufe, also 100.000 €)

Abschließend bleibt festzuhalten, dass diese Werte nur eine Orientierung bieten. Gesetzlich bindend sind sie nicht.

 

Was regelt die gesetzliche Erbfolge?

Was regelt die gesetzliche Erbfolge?

Die Beratung bei Fragen rund um den Nachlass ist eine der Hauptaufgaben als Rechtsanwalt und Notar. In Rahmen eines Testaments können und sollten die Wünsche für einen geregelten Nachlass erfasst werden, so dass die Nachlassregelung mit möglichst wenig Problemen verläuft. Obwohl vielen die Bedeutung eines Testaments oder Erbvertrags bekannt ist, gibt es noch viele Situationen, in denen keine explizite Nachlassregelung in Form eines Testaments oder Erbvertrags existiert. Dann greift die sogenannte gesetzliche Erbfolge. Heute geben wir einen Überblick, was die gesetzliche Erbfolge beinhaltet bzw. regelt.

Zentrale Punkte der gesetzlichen Erbfolge

Im Rahmen der gesetzlichen Erbfolge treten die Verwandten des Verstorbenen in einer fest vorgegebene Reihenfolge als dessen Erben ein und diese Reihenfolge ist in § 1924 ff. im BGB geregelt: Verwandte des Verstorbenen erben, wenn in einem möglichst nahen Verwandtschaftsverhältnis zum Nachlassgeber stehen. Verwandte erster Ordnung sind die Kinder des Nachlassgebers und an die Stelle verstorbener Kinder treten wiederum deren Kinder. Zur zweiten Ordnung gehören die die Eltern und an die Stelle verstorbener Eltern treten deren Kinder, welche in der Regel die Geschwister oder Halbgeschwister des Verstorbenen sind. Nach dem gleichen Schema gibt es noch weitere Verwandschaftsordnungen, wobei die nächste Ordnung immer erst zum Zuge kommt, wenn Verwandten näherer Ordnung nicht vorhanden sind.
Neben den Verwandten hat auch der Ehegatte des Verstorbenen ein gesetzliches Erbrecht. Je nachdem, in welchem Güterstand die Eheleute verheiratet waren und welche Verwandten der Verstorbene hinterlassen hat, beträgt der Erbteil des Ehegatten laut der gesetzlichen Erbfolge ein Viertel, ein Drittel oder die Hälfte des Nachlasses. In Sonderfällen kann ein Ehegatte auch alleine erben (bspw. wenn keine Verwandten der nahen Ordnungen vorhanden sind) oder gar nicht erben (wenn bspw. einer Scheidung zugestimmt wurde).

Drei Beispiele zeigen die Anwendung der gesetzlichen Erbfolge

  1. Frau X, dessen Mann bereits verstorben ist, hat zwei Kinder. Ohne Testament erben nach der gesetzlichen Erbfolge beide Kinder zu gleichen Teilen. Sollte ein Kind bspw. verstorben sein und hinterlässt Enkelkinder, wird unter diesen Enkelkindern der auf das vorverstorbene Kind entfallenden Erbanteil aufgeteilt.
  2. Herr Y verstirbt und hinterlässt seine Ehefrau sowie zwei Kinder. Die Eheleute haben im gesetzlichen Güterstand gelebt und keinen gesonderten Ehevertrag geschlossen. Dann sieht die gesetzliche Erbfolge vor, dass die Ehefrau im gesetzlichen Güterstand die Hälfte des Nachlasses erbt und die Kinder jeweils 1/4.
  3. Herr Z hinterlässt seine Mutter und drei Kinder. Kind 1 (verheiratet, ein eigenes Kind), ein lediges Kind 2 und zwei Enkelkinder (vom vorher verstorbenen Kind 3) sind für die Nachlassverteilung relevant. Dann erben die Kinder zu gleichen Teilen jeweils 1/3, wobei der Erbteil von Kind 3 zu gleichen Teilen auf die Enkelkinder (Kinder von Kind 3) verteilt werden

Wenn auch Sie Beratung und Unterstützung beim Erbrecht , der Nachlassregelung, der Ausarbeitung eines Testaments oder anderen Fragen aus dem Erbrecht und der Vermögensnachfolge benötigen – wir stehen Ihnen als Rechtsanwalt und Notar und Anwalt gerne zu Seite, sprechen Sie uns an.