Was sind eigentlich die Aufgaben eines Rechtsanwalt und Notars?

Was sind eigentlich die Aufgaben eines Rechtsanwalt und Notars?

Im Prinzip kennt jeder den Beruf des Rechtsanwalts und Notars, aber wenn man die Leute danach fragt, wann man überhaupt einen Rechtsanwalt und Notar benötigt, kommt vielen nur der Immobilienkauf in den Sinn. Allerdings ist der Rechtsanwalt und Notar viel mehr als nur jemand, der bei Käufen von Immobilien tätig wird, denn ganz allgemein ist ein unparteiischer Berater in komplizierten und folgenreichen Rechtsangelegenheiten zur Verfügung. Damit geht das Tätigkeitsgebiet eines Rechtsanwalts und Notars weit über die reinen Immobilienverträge hinaus. Die Gestaltung von Rechtsbeziehungen und der Ausgleich von Interessen mehrerer Parteien innerhalb eines Rechtverhältnisses ist dabei eine zentrale Aufgabe von Rechtsanwalt und Notaren.

Der Gesetzgeber hat in vielen Fällen die Hinzunahme eines Rechtsanwalts und Notars vorgeschrieben

Der Gesetzgeber hat für eine Vielzahl von Rechtsgeschäften die Beurkundung durch einen Rechtsanwalt und Notar sogar als zwingend notwendig vorgeschrieben: Generell kann man sagen, dass ein Rechtsanwalt und Notar immer dann hinzugezogen werden muss, wenn die persönlichen und wirtschaftlichen Folgen der Beteiligten aus der Rechtbeziehung weitreichend sind.

In vielen Bereichen ist ein Rechtsanwalt und Notar empfehlenswert / vorgeschrieben – hier einige Beispiele

Daraus ergeben sich folgende Rechtsgeschäfte, bei denen ein Rechtsanwalt und Notar entweder gesetzlich erforderlich ist, oder es wenigstens sehr empfehlenswert ist, einen Rechtsanwalt und Notar hinzuzuziehen:

Wie man hier erkennen kann, ist ein Rechtsanwalt und Notar in wesentlich mehr Bereichen tätig, als nur dem Immobilienkauf. Als Rechtsanwalt und Notar in Ahaus stehen wir Ihnen gerne in den oben genannten Bereichen zur Verfügung – sprechen Sie uns an, wir freuen uns über Ihre Nachricht.

Beurkundung von Verträgen & Rechtsgeschäften

Beurkundung von Verträgen & Rechtsgeschäften

Wenn man an die notariellen Aufgaben denkt, kommen vielen die Begriffe Beglaubigung und Beurkundung in den Sinn. Was diese beiden Begriffe aber genau umfasst und wo die Unterschiede liegen, ist vielen nicht klar, daher erläutert der heutige Beitrag die wichtigsten Punkte einer Beurkundung (die Beglaubigung von Dokumenten wurde im letzten Beitrag bereits erläutert).

Was ist eine Beurkundung?

Die Beurkundung ist die strengste gesetzliche Formvorschrift in Deutschland und ein gesetzliches Formerfordernis im Rechtsverkehr. Bestimmte Verträge oder Urkunden müssen zwingend von einem Rechtsanwalt und Notar in abgefasst und den an den Verträgen oder Urkunden Beteiligten vorgelesen, sowie bei Bedarf erläutert werden. Die Beteiligten unterzeichnen dann in Anwesenheit des Rechtsanwalt und Notars die Urkunde. Dieser strenge Rahmen einer Urkunde wird nicht für alle Rechtsgeschäfte benötigt, sondern nur für diejenigen Rechtsgeschäfte, die für die Beteiligten besonders folgenreich sein können. Einfache Kaufverträge sind bspw. in der Regel nicht beurkundungspflichtig.

Welche Rechtsgeschäfte müssen beurkundet werden?

Wie oben bereits erläutert sind besonders folgenreiche Rechtsgeschäfte zu beurkunden. Dazu zählen unter anderem Grundstückskäufe, Vermögensübertragungen, Schenkungsversprechen, Eheverträge, Erberträge, Erbverzichtsverträge, öffentliche Testamente uvm. Neben diesen privatrechtlichen Rechtsgeschäften sind auch Bereiche aus  dem Gesellschaftsrecht notariell zu beurkunden.

Was passiert, wenn solche Rechtsgeschäfte nicht beurkundet werden?

Herrscht für eine Rechtsgschäft eine gesetzliche Pflicht zur Beurkundung und erfolgt diese nicht, sind die abgeschlossenen Verträge nicht und entsprechend nicht rechtskräftig. Bei einigen Rechtsgeschäften gibt es hier zwar Ausnahmen (wenn die Rechtsgeschäfte erfüllt oder vollzogen werden), allerdings sollte für eine Sicherheit aller Beteiligten die gesetzliche Beurkundungspflicht immer beachtet werden.

Wer bekommt die Urkunde nach einer Beurkundung?

Die sogenannte Urschrift verbleibt nach einer Beurkundung beim Rechtsanwalt und Notar, die Beteiligten Parteien erhalten entweder vollstreckbare Ausfertigungen oder auch beglaubigte Abschriften.

Wir stehen Ihnen im Bereich Beurkundungen für Fragen gerne zur Verfügung – sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne weiter.

 

Beglaubigung von Dokumenten

Beglaubigung von Dokumenten

Die Beglaubigung von Dokumenten gehört zu den Aufgaben eines Rechtsanwalt und Notars und selbstverständlich nehmen auch wir die Beglaubigung vor.  Allerdings gibt es Unterscheide bei den Beglaubigungen und der die jeweilige Beglaubigung durchführt – daher erläutern wir heute die Details rund um das Thema Beglaubigung.

Was ist überhaupt eine Beglaubigung und welche Formen gibt es?

Bei einer Beglaubigung handelt es sich um eine Bescheinigung der Richtigkeit einer Unterschrift oder Abschrift. Unterschieden wird dabei zwischen einer öffentlichen Beglaubigung und einer amtlichen Beglaubigung. Während amtliche Beglaubigungen dazu dienen, die Beweiskraft von Unterlagen bei der Vorlage bei einer Behörde zu bescheinigen, dienen öffentliche Beglaubigungen als Formfordernis für bestimmte Rechtsgeschäfte. Dabei muss die Erklärung schriftlich verfasst werden und die Beglaubigung notariell durchgeführt werden.

Wer darf Beglaubigungen durchführen?

Nach der jeweilig notwendigen Beglaubigung richtet sich auch die Institution / Person, die eine Beglaubigung durchführen darf. Amtliche Beglaubigungen dürfen von landesrechtliche ermächtigten Behörden durchgeführt werden. Öffentliche Beglaubigungen dürfen in der Regel nur vom Rechtsanwalt und Notar durchgeführt werden, wobei es hier länderspezifische Ausnahmeregelungen gibt.

Was muss beglaubigt werden?

Eine Reihe von Eintragungen und Anmeldungen in öffentliche Register müssen öffentlich – also vom Rechtsanwalt und Notar beglaubigt werden  (wie z. B. die Eintragung ins Handelsregister). Auch Grundbucheintragungen gehören zu den klassischen und bekannten Rechtsgeschäften, die einer notariellen Beglaubigung bedürfen.

Wo ist der Unterschied zur Beurkundung?

Bei einer Beglaubigung wird die Korrektheit der Abschrift bestätigt, so dass sich die Beglaubigung nicht auf den Inhalt eines Dokuments bezieht. Im Gegensatz dazu bezieht sich die Beurkundung – die auch zu den Aufgaben eines Rechtsanwalt und Notar zählt – auf die inhaltliche Ausgestaltung eines Dokuments.

Auch wir übernehmen für Sie Beglaubigungen – sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne weiter.