Wichtige Begriffe rund um das Thema Betreuung

Wichtige Begriffe rund um das Thema Betreuung

Das Thema Betreuung spielt vielfach eine wichtige Rolle – ob im Alter oder auch bei Behinderung oder einer psychischen Erkrankung und häufig werden wir zu diesem Thema angesprochen, weil viele Begriffe nicht klar sind. Daher wollen wir mit dem heutigen Beitrag wichtige Begriffe rund um die Betreuung im juristischen Kontext erläutern

Was ist überhaupt Betreuung und wann muss jemand betreut werden?

Ein gesetzlicher Betreuer wird Volljährigen dann von einem Gericht, dem Betreuungsgericht, bestellt, wenn diese aufgrund einer psychischen Erkrankung oder Behinderung ihre Geschäfte nicht mehr selbst besorgen können. Allerdings kann dieser Bestellung eines in der Regel fremden Betreuer vorgebeugt werden, indem der jeweilig Betroffene eine Vorsorgevollmacht hinterlegt hat und darin die Vollmacht für die Erledigung der Geschäfte erteilt worden ist. Beim Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer können die Vorsorgevollmachten hinterlegt werden und hier prüft ein Betreuungsgericht auch vor Bestellung eines Betreuers, ob eine Vorsorgevollmacht vom Betroffenen hinterlegt wurde. Als Rechtsanwalt und Notar unterstützen wir Sie gerne bei der Ausarbeitung einer Vorsorgevollmacht und hinterlegen diese dann beim Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer.

Welche Aufgaben haben Betreuungsgerichte im Zusammenhang mit Betreuung?

Ein Betreuungsgericht befasst sich mit der Klärung von Rechtsfragen bezüglich der Betreuung von Volljährigen, die aufgrund von Behinderung oder psychischer Erkrankung nicht mehr in Lage sind, ihre Geschäfte selbstständig zu erledigen. Zu den Entscheidungen der Betreuungsgerichte gehören daher die Bestellung eines Betreuers und Anordnung eines Einwilligungsvorbehalts, die Unterbringung von psychisch Kranken in entsprechenden Einrichtungen und Entscheidungen über Pflegschaften.

Was ist die Betreuungsverfügung und wer benötigt sie?

Die Begriffe Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht werden häufig in einem Atemzug genannt und daher ist der Unterschied dieser beiden Dokumente nicht klar. Die Betreuungsverfügung dient, im Unterschied zur Vorsorgevollmacht, nicht dem Vermeiden der Betreuung (indem Vollmachten ausgestellt werden), sondern der Gestaltung einer vom Gericht angeordneten Betreuung. Typische Inhalte einer Betreuungsverfügung sind daher Wünsche zur Auswahl des Betreuers und zur Durchführung der Betreuung. Sowohl das Betreuungsgericht, wie auch der gerichtliche bestellte Betreuer müssen sich an die Betreuungsverfügung halten, solange die darin enthaltenen Wünsche nicht dem Wohl des Betreuten zuwiderlaufen.

Wichtige Begriffe rund um das Thema Betreuung

Wichtige Begriffe rund um das Thema Betreuung

Beim Thema Vorsorge und Vollmachten ist neben der Vorsorgevollmacht und der Patientenverfügung auch eine Betreuungsverfügung ein wichtiges Dokument, dass eigentlich jeder für sich erstellen sollte. Was aber ist eine Betreuung überhaupt und was beinhaltet so eine Betreuungsverfügung? Das erläutert der heutige Beitrag.

Was ist Betreuung und wann wird diese benötigt?

Die Betreuung wird notwendig, wenn Volljährige, die aufgrund einer psychischen Erkrankung oder Behinderung deren Rechtsgeschäft nicht mehr eigenständig erledigen können. Dann wird vom Betreuungsgericht ein Betreuer als Vertreter bestellt. Wenn eine Vorsorgevollmacht hinterlegt ist, kann der darin Bevollmächtigte die Betreuung übernehmen.

Betreuungsgerichte klären die notwendigen Fragen rund um das Thema Betreuung

Wenn ein Volljähriger wegen der oben genannten Gründe die eigenen Geschäfte nicht mehr erledigen kann und eine Betreuung notwendig ist, sind sogenannte Betreuungsgerichte zuständig für die Klärung von Rechtsfragen bezüglich der Betreuung. Ein Betreuungsgericht bestellt bspw. einen Betreuer und ordnet einen Einwilligungsvorbehalt an, kann aber auch bspw. die Unterbringung von psychisch Kranken in entsprechenden Einrichtungen bestimmen und Pflegschaften regeln.

Betreuungsverfügung – dient der Gestaltung der Betreuung

Eine Betreuungsverfügung dient, im Unterschied zu einer Vorsorgevollmacht, nicht der Vermeidung einer Betreuung, sondern der Gestaltung einer vom Gericht angeordneten Betreuung. Die Betreuungsverfügung kann dann bspw. Wünsche zur Auswahl des Betreuers und zur Durchführung der Betreuung enthalten. Die Betreuungsverfügung ist für das Betreuungsgericht dem zugeteilten Betreuer dann bindend, wenn die schriftlich niedergelegten Wünsche nicht dem Wohl des Betreuten schaden.

Gerne beraten wir Sie als Rechtsanwalt und Notar auch bei der Verfassung einer Betreuungsverfügung – sprechen Sie uns an.