Grundschuld beim Immobilienkauf – was ist das und was sollte man dabei beachten?

Grundschuld beim Immobilienkauf – was ist das und was sollte man dabei beachten?

Das Thema Grundschuld tritt immer wieder rum um den Kauf einer Immobilie auf – aber was ist eine Grundschuld überhaupt und was sollte man dabei beachten – hier gibt es die Informationen.

Im Rahmen der Grundschuld bekommt eine kreditgebende Bank das, die mit der Grundschuld belastete Immobilie zu verwerten, wenn das Darlehen trotz Fälligkeit nicht zurückgezahlt wird. Durch die Grundschuld gehört das Haus zwar nicht der Bank, aber der Bank wird es ermöglicht, die Immobilie gegen den Willen des Eigentümers an den Meistbietenden versteigern zu lassen oder die Erträge (z.B. Mieteinnahmen) für sich zu beanspruchen, um den Forderungsausfall zu begleichen.

Zu Berechnung der Höhe der Sicherheit wird der Nennbetrag des Darlehens plus die Grundschuldzinsen berechnet (12-18% des Nennbetrags). Die Zinsen dienen dafür, die Kosten für Vollstreckung etc. auszugleichen. Gleichzeitig verlangen Bank neben der Verpfändung des Grundstücks ein persönliches Schuldanerkenntnis des Darlehensnehmers, so dass sie Zugriff auf das sonstige Vermögen (wie bspw.  Barvermögen) bekommen.

Weiterer Bestandteil der Grundschuldurkunde ist die Unterwerfung des Darlehensnehmers unter die sofortige Zwangsvollstreckung, durch welches die Bank einen Vollstreckungstitel gegen den Darlehensnehmer erhält, mit dem die Zwangsvollstreckung eingeleitet werden kann, ohne vorher vor Gericht ziehen und ein Urteil erstreiten zu müssen.

Die sogenannte Zweckerklärung (alternativ Sicherungsabrede genannt) ist eine vertragliche Vereinbarung zwischen Bank und Darlehensnehmer darüber, für welche Forderungen die Grundschuldurkunde und das persönliche Schuldanerkenntnis als Sicherheit dienen sollen. Je nach Ausführungen sind das dann nicht nur Ansprüche aus dem abgeschlossenen Darlehensvertrag, sondern weitere Forderungen, die die Bank jetzt oder zukünftig gegen den Darlehensnehmer hat; möglich ist ebenfalls eine Beschränkung auf das konkrete Darlehensverhältnis (sog. enge Zweckerklärung). Die Zweckerklärung ist in der Regel nicht in der Grundschuldbestellungsurkunde enthalten, sondern wird im Zusammenhang mit dem Darlehensvertrag mit der Bank vereinbart.
Wegen der potenziellen Folgen der Grundschuldbestellung für den Darlehensnehmer und namentlich der Zwangsvollstreckungsunterwerfung muss diese zwingend beim Rechtsanwalt und Notar vorgenommen werden. Der Rechtsanwalt und Notar erläutert als unabhängiger Berater bei der Beurkundung die Bedeutung der einzelnen Regelungen und weist auf die damit verbundenen rechtlichen Konsequenzen – sowohl für den Darlehensnehmer, wie auch für die Bank – hin.

 

Aufgaben eines Rechtsanwalt und Notars beim Immobilienkauf – Teil 2

Aufgaben eines Rechtsanwalt und Notars beim Immobilienkauf – Teil 2

Im zweiten Teil erläutern wir weitere Aufgaben, die vom Rechtsanwalt und Notar im Rahmen des Immobilienkaufs übernommen werden. Im ersten Teil wurden insbesondere das Vorgespräch  und die  Informationen aus dem Grundbuch thematisiert, heute geht es pimär um die Beurkundung und das Thema Grundschulden.

Sorgfältige Vorbereitung vor dem Beurkundungstermin

Nachdem im ersten Vorgespräch Fragen erörtert und geklärt werden, übernimmt der Rechtsanwalt und Notar die Formulierung des Vertragsentwurfs. Vor der finalen Beurkundung werden dann den beiden Vertragsparteien, um diesen zu prüfen und Mängel / Änderungswünsche im Vorfeld besprechen zu können. Auch auf dem Termin der Beurkundung kann man die Mängel / Änderungswünsche natürlich noch mit einbringen, wobei die grundsätzlichen Dinge bereits vor dem Beurkundungstermin mit beiden Vertragsparteien geklärt sein sollten. Beim Kauf einer bestehenden Immobilie sollte der Käufer die Immobilie und das Grundstück sorgfältig besichtigt und geprüft haben, denn Sachmängel sind hier normalerweise beim Kauf ausgeschlossen. Wenn der Verkäufer Mängel arglistig verschweigen sollte, kann dies zwar zur Haftung des Verkäufers für die Mängel führen, in der Praxis ist ein Beweis aber häufig schwer zu erbringen, so dass eine sorgfältige Prüfung vor Unterzeichnung des Kaufvertrages durch den Käufer empfehlenswert ist.

Aufgaben des Rechtsanwalt und Notars am Beurkundungstermin

Am eigentlichen Beur­kundungs­termin liest der Rechtsanwalt und Notar beiden Vertragsparteien den Vertrag vor und beant­wortet offene Fragen zu diesem. Wenn die Immobilie auf Kredit gekauft wird, wird in der Regel die Bank des Kreditnehmers darauf bestehen, dass zu ihrer Sicherheit eine entsprechende Grund­schuld ins Grund­buch der Immobilie aufgenommen wird und nur wenn diese Grundschuld hinterlegt ist, wird das ­Dar­lehen ausbezahlt. Um diese Bestellung einer Grund­schuld durchzuführen,  ist die notarielle Beur­kundung oder Beglaubigung gesetzlich vorgeschrieben. Normalerweise werden Grund­schuld und Kauf­vertrag an einem Termin beurkundet, denn so kann man Zeit und Geld sparen. Der Käufer sollte daher rechtzeitig vor dem Rechtsanwalt und Notar­termin mit der kreditgebenden Bank sprechen, sodass sie alle für die Grund­schuld erforderlichen Unterlagen an den Rechtsanwalt und Notar schi­cken kann.

Sie planen den Kauf oder Verkauf eines Grundstücks, einer Immobilie oder einer Eigentumswohnung? Wir beraten Sie kompetent und neutral und betreuen Ihre Rechtsgeschäfte im Immobilienrecht.  Sprechen Sie uns an – wir helfen Ihnen gerne weiter.

Aufgaben eines Rechtsanwalt und Notars beim Immobilienkauf – Teil 1

Aufgaben eines Rechtsanwalt und Notars beim Immobilienkauf – Teil 1

Nicht nur aufgrund der Niedrigzinsphase legen immer mehr Menschen das Ersparte in Immobilien an, zur Eigennutzung, als Altersvorsorge oder zur Vermietung. Der Kauf einer Immobilie ist in der Regel die größte Investition im Leben, so dass hier der Gesetzgeber eine Reihe von Vorgaben gemacht hat, um die beteiligten Vertragspartner zu schützen. Eine Vorgabe ist, dass der Kauf einer Immobilie immer nur unter Einbeziehung eines Rechtsanwalt und Notars erfolgen kann – wir erläutern heute die die wichtigsten Aufgaben, die ein Rechtsanwalt und Notar beim Immobilienkauf übernimmt:

Rechtsanwalt und Notar ist immer eine neutrale Instanz

Ganz besonders wichtig ist, dass ein Rechtsanwalt und Notar beim Immobilienkauf immer eine neutrale Instanz für beide Vertragsparteien darstellt, auch wenn der Käufer in der Regel die Kosten für den Rechtsanwalt und Notar bezahlt. Entsprechend muss ein ­Rechtsanwalt und Notar muss die recht­lichen Fragen der Vertrags­partner unparteiisch beant­worten.

Im Vorgespräch werden Fragen erörtert

Für die Ausarbeitung eines Kaufvertrages für Immobilien werden in der Regel die beteiligten Vertragspartner zu einem Vorgespräch gebeten, in dem alle Fragen rund um den Kauf zu klären sind. Diese beziehen sich bspw. auf bestehende Grund­buch­lasten, Modalitäten für die Zahlung und Über­gabe oder bspw. wie mit evtl. bestehenden Miet­verhält­nissen nach dem Kauf umgegangen wird. Wenn Ehepaare gemeinsam eine Immobilie erstehen, wird im Vorgespräch auch geklärt, wer nachher Eigentümer werden soll – nur einer der Partner oder beide.
Bei einem Erwerb auf Kredit sorgt der Rechtsanwalt und Notar für die Eintragung der Grundschuld, so dass die Bank den Kredit auszahlen kann.

Informationen aus dem Grundbuch

Ebenfalls vor dem Aufsetzen des Vertrages und sogar vor dem Vorgespräch nimmt der Rechtsanwalt und Notar in der Regel Einblick ins Grundbuch, um die genauen Eigentumsverhältnisse und eventuelle rechtliche Lasten des Grundstücks zu erfahren, die bei der Gestaltung des Kaufvertrages Berücksichtigung finden müssen. Grundschulden oder Wegerechte sind solche rechtlichen Lasten. Bestehend bspw. noch Grundschulden vom Vorbesitzer, ist es gängige Praxis, dass im Kaufvertrag vereinbart wird, dass diese aus dem Kaufpreis bezahlt werden und so die Bank der Löschung der Grundschuld zustimmt.

Sie planen den Kauf oder Verkauf eines Grundstücks, einer Immobilie oder einer Eigentumswohnung? Wir beraten Sie kompetent und neutral und betreuen Ihre Rechtsgeschäfte im Immobilienrecht.  Sprechen Sie uns an – wir helfen Ihnen gerne weiter.

 

Ehevertrag als nichtig erklärt – Ehe war doch Zugewinngemeinschaft

Ehevertrag als nichtig erklärt – Ehe war doch Zugewinngemeinschaft

Als Rechtsanwalt und Notar beraten wir auch bei der Vorbereitung und Unterzeichnung eines Ehevertrages, in dem je nach Situation dann ein Zugewinnsverzicht enthalten ist und im Falle einer Scheidung tritt nicht die Regelung der Zugewinngemeinschaft ein. In einem solchen Fall gehört das Vermögen dem Ehegatten, der es während der Ehe erworben hat. Ein einem aktuellen Urteil hat das OLG Oldenburg nun einen solchen Ehevertrag als nichtig erklärt.

Im konkreten Fall hatte eine Ehefrau nach dem Tod ihres Mannes einen Zugewinnausgleich gefordert, obwohl sie im Ehevertrag darauf verzichtet hatte. In erster Instanz lehnte das Amtsgericht diese Forderung mit dem Hinweis auf den Ehevertrag ab.

Dem widersprach das OLG Oldenburg und gab nun der Ehefrau Recht. Laut Ehevertrag hätte die Frau weder einen Anspruch an die Rente des Mannes, noch einen Anspruch auf den Zugewinnausgleich. Gleichzeitig sind die Unterhaltansprüche durch den Ehevertrag signifikant eingeschränkt worden, was in Summe eine unangemessene Benachteiligung der Ehefrau sei. Bei der Hochzeit sei die Ehefrau in Lebenserfahrung und Bildung unterlegen gewesen und die Unterschrift unter dem Ehevertrag in einer Zwangslage gewesen. Als Konsequenz aus diesem Umstand ist der Ehevertrag ungültig und die Ehe eine gesetzliche Zugewinngemeinschaft gewesen.

Gerne beraten wir Sie bei der Ausarbeitung eines Ehevertrages – sprechen Sie uns an.

Wichtige Begriffe rund um das Thema Betreuung

Wichtige Begriffe rund um das Thema Betreuung

Das Thema Betreuung spielt vielfach eine wichtige Rolle – ob im Alter oder auch bei Behinderung oder einer psychischen Erkrankung und häufig werden wir zu diesem Thema angesprochen, weil viele Begriffe nicht klar sind. Daher wollen wir mit dem heutigen Beitrag wichtige Begriffe rund um die Betreuung im juristischen Kontext erläutern

Was ist überhaupt Betreuung und wann muss jemand betreut werden?

Ein gesetzlicher Betreuer wird Volljährigen dann von einem Gericht, dem Betreuungsgericht, bestellt, wenn diese aufgrund einer psychischen Erkrankung oder Behinderung ihre Geschäfte nicht mehr selbst besorgen können. Allerdings kann dieser Bestellung eines in der Regel fremden Betreuer vorgebeugt werden, indem der jeweilig Betroffene eine Vorsorgevollmacht hinterlegt hat und darin die Vollmacht für die Erledigung der Geschäfte erteilt worden ist. Beim Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer können die Vorsorgevollmachten hinterlegt werden und hier prüft ein Betreuungsgericht auch vor Bestellung eines Betreuers, ob eine Vorsorgevollmacht vom Betroffenen hinterlegt wurde. Als Rechtsanwalt und Notar unterstützen wir Sie gerne bei der Ausarbeitung einer Vorsorgevollmacht und hinterlegen diese dann beim Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer.

Welche Aufgaben haben Betreuungsgerichte im Zusammenhang mit Betreuung?

Ein Betreuungsgericht befasst sich mit der Klärung von Rechtsfragen bezüglich der Betreuung von Volljährigen, die aufgrund von Behinderung oder psychischer Erkrankung nicht mehr in Lage sind, ihre Geschäfte selbstständig zu erledigen. Zu den Entscheidungen der Betreuungsgerichte gehören daher die Bestellung eines Betreuers und Anordnung eines Einwilligungsvorbehalts, die Unterbringung von psychisch Kranken in entsprechenden Einrichtungen und Entscheidungen über Pflegschaften.

Was ist die Betreuungsverfügung und wer benötigt sie?

Die Begriffe Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht werden häufig in einem Atemzug genannt und daher ist der Unterschied dieser beiden Dokumente nicht klar. Die Betreuungsverfügung dient, im Unterschied zur Vorsorgevollmacht, nicht dem Vermeiden der Betreuung (indem Vollmachten ausgestellt werden), sondern der Gestaltung einer vom Gericht angeordneten Betreuung. Typische Inhalte einer Betreuungsverfügung sind daher Wünsche zur Auswahl des Betreuers und zur Durchführung der Betreuung. Sowohl das Betreuungsgericht, wie auch der gerichtliche bestellte Betreuer müssen sich an die Betreuungsverfügung halten, solange die darin enthaltenen Wünsche nicht dem Wohl des Betreuten zuwiderlaufen.

Partnerschaftsverträge – ideal um für Unverheiratete den Fall einer Trennung zu regeln

Partnerschaftsverträge – ideal um für Unverheiratete den Fall einer Trennung zu regeln

Immer mehr Lebensgemeinschaften entscheiden sich für ein Zusammenleben auch ohne eine Heirat. Was in einer Ehe ein Ehevertrag regelt, kann für Unverheiratete ein sogenannter Partnerschaftsvertrag regeln – wie bspw. Punkte zur Unterhaltspflicht, ein Vermögensausgleich uvm.

War der Ehevertrag früher eher die Ausnahme, ist er heute vielfach schon Normalität in einer Ehe, denn so werden alle wichtigen Punkte für den Fall einer Trennung vertraglich festgelegt und eine eventuelle Scheidung geht dann meistens für alle Beteiligten geordneter und mit weniger Ungemach einher. Eine ähnliche Möglichkeit bietet sich für Unverheiratete mit einem sogenannten Partnerschaftsvertrag.

Streitpunkte können im Partnerschaftsvertrag geklärt werden

In Rahmen eines Partnerschaftsvertrages kann man zahlreiche Punkte frühzeitig klären, die im Falle einer Trennung für Streitigkeiten sorgen können. Typische Beispiele sind die Umgangsrechte für die Kinder, wie man mit gemeinsam erworbenen Immobilien verfahren möchte oder auch wer bspw. den Hund behalten darf.
Neben Streitpunkten sind es zudem die Punkte des Alltags, die in einem Partnerschaftsvertrag festgehalten werden: Diese sind zum Beispiel, wer laufende Kosten für Versicherungen oder Haushalt tragen muss.

Vermögensverteilung und Unterhaltszahlungen in Partnerschaftsverträgen

Natürlich gehören auch die klassischen Punkte aus einem Ehevertrag zum Inhalt von Partnerschaftsverträgen. Die Verteilung des Vermögens, aber auch die Aufteilung von Schulden kann hier geklärt werden, genauso wie die im Falle einer Trennung eine Unterhaltszahlung erfolgen soll. All diese Punkte zu einem Zeitpunkt zu klären, wenn die Beziehung noch harmonisch ist, verhindert später sehr viel Ärger und Streitigkeiten, unter denen meistens alle Beteiligten nur leiden.

Rechtsanwalt und Notar als neutraler Vermittler empfehlenswert

Auch wenn ein Rechtsanwalt und Notar bei vielen Partnerschaftsverträgen gesetzlich nicht notwendig ist (außer es geht um eine Schenkung bzw. Übertragung von Immobilien), so ist es doch empfehlenswert, bei der Erstellung des Partnerschaftsvertrages einen Rechtsanwalt und Notar als neutralen Berater hinzuziehen, so dass die Interessen beider Parteien gleichermaßen im Partnerschaftsvertrag berücksichtigt werden.

Wichtige Begriffe rund um das Thema Betreuung

Wichtige Begriffe rund um das Thema Betreuung

Beim Thema Vorsorge und Vollmachten ist neben der Vorsorgevollmacht und der Patientenverfügung auch eine Betreuungsverfügung ein wichtiges Dokument, dass eigentlich jeder für sich erstellen sollte. Was aber ist eine Betreuung überhaupt und was beinhaltet so eine Betreuungsverfügung? Das erläutert der heutige Beitrag.

Was ist Betreuung und wann wird diese benötigt?

Die Betreuung wird notwendig, wenn Volljährige, die aufgrund einer psychischen Erkrankung oder Behinderung deren Rechtsgeschäft nicht mehr eigenständig erledigen können. Dann wird vom Betreuungsgericht ein Betreuer als Vertreter bestellt. Wenn eine Vorsorgevollmacht hinterlegt ist, kann der darin Bevollmächtigte die Betreuung übernehmen.

Betreuungsgerichte klären die notwendigen Fragen rund um das Thema Betreuung

Wenn ein Volljähriger wegen der oben genannten Gründe die eigenen Geschäfte nicht mehr erledigen kann und eine Betreuung notwendig ist, sind sogenannte Betreuungsgerichte zuständig für die Klärung von Rechtsfragen bezüglich der Betreuung. Ein Betreuungsgericht bestellt bspw. einen Betreuer und ordnet einen Einwilligungsvorbehalt an, kann aber auch bspw. die Unterbringung von psychisch Kranken in entsprechenden Einrichtungen bestimmen und Pflegschaften regeln.

Betreuungsverfügung – dient der Gestaltung der Betreuung

Eine Betreuungsverfügung dient, im Unterschied zu einer Vorsorgevollmacht, nicht der Vermeidung einer Betreuung, sondern der Gestaltung einer vom Gericht angeordneten Betreuung. Die Betreuungsverfügung kann dann bspw. Wünsche zur Auswahl des Betreuers und zur Durchführung der Betreuung enthalten. Die Betreuungsverfügung ist für das Betreuungsgericht dem zugeteilten Betreuer dann bindend, wenn die schriftlich niedergelegten Wünsche nicht dem Wohl des Betreuten schaden.

Gerne beraten wir Sie als Rechtsanwalt und Notar auch bei der Verfassung einer Betreuungsverfügung – sprechen Sie uns an.

Auch die Stiftung Warentest rät: Vollmachten und Verfügungen beim ZVR hinterlegen

Auch die Stiftung Warentest rät: Vollmachten und Verfügungen beim ZVR hinterlegen

Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen oder Betreuungsverfügungen gehören zu den wichtigsten Dokumenten für die rechtliche Vorsorge und eigentlich sollte jeder rechtzeitig daran denken, diese zu erstellen. Neben den formalen und rechtlichen Rahmenbedingungen, die dabei beachtet werden sollten, gibt es aber auch ganz praktische Dinge, die man bei der Hinterlegung der verschiedenen Vollmachten und Verfügungen nicht vergessen darf: Kommt es zu dem Fall, dass diese Dokumente von Ärzten, Gerichten oder anderen Instanzen benötigt werden, sollte der problemlose Zugriff sichergestellt werden bzw. muss deren Existenz überhaupt bekannt sein. Wenn die Vollmachten und Verfügungen zuhause in der Schublade liegen, das Betreuungsgericht davon aber bspw. keine Kenntnis hat, kann es bei den notwendigen Entscheidungen die Dokumente auch nicht berücksichtigen – ebenso wenig die Ärzte im Krankenhaus.

Zentrales Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer

Um so einem Fall vorzubeugen hat die Bundesnotarkammer das Zentrale Vorsorgeregister (ZVR) eingerichtet, wo Vollmachten und Verfügungen hinterlegt werden können. Das Betreuungsgericht hat Zugriff auf das ZVR und hier können alle Personen, die ihre rechtliche Vorsorge regeln, eintragen lassen, wer bspw. der Bevollmächtigte ist bzw. wer als Betreuer vorgeschlagen wird. Ebenso wird im ZVR vermerkt, ob derjenige eine Patienten- oder Betreuungsverfügung verfasst hat. Auch die Stiftung Warentest rät daher, diese Dokumenter hier zu hinterlegen.

Rechtsanwalt und Notar hilft bei der Erstellung von Vollmachten und Verfügung

Als Rechtsanwalt und Notar in Ahaus unterstützen wir Sie nicht nur bei der formal und juristische korrekten Erstellung von Vorsorgevollmacht, Patienten- und Betreuungsverfügung, sondern kümmern uns ebenfalls um die Hinterlegung der Daten im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer, so dass für den Fall, dass diese Dokumente benötigt werden, der Zugriff für Gerichte und Ärzte immer sichergestellt ist.

Verzicht auf Erbe für die Aussicht auf einen Sportwagen unwirksam

Verzicht auf Erbe für die Aussicht auf einen Sportwagen unwirksam

Die Regelung der Erbfolge ist Gebiet, bei dem es innerhalb der Familie immer wieder zu Streitigkeiten kommt. In einem aktuellen Urteil aus dem Erbrecht hat das OLG Hamm jetzt einen Erbverzicht für unwirksam erklärt, den ein Sohn kurz nach seiner Volljährigkeit gegenüber dem Vater erklärt hatte, weil der Vater die jugendliche Unerfahrenheit ausgenutzt hätte.

Erbverzicht für die Aussicht auf einen Sportwagen ist unwirksam

Im konkreten Fall ging es um einen Mitinhaber eines Dentallabors und Zahnarzt, der seinen Sohn (bei der geschiedenen Mutter aufgewachsen) mit der Aussicht auf einen schnellen Sportwagen dazu bewogen hatte, einen Erbverzicht zu unterzeichnen. Allerdings sollte der diesen Wagen nur unter großen Auflagen und nach sieben Jahren bekommen. Diesen Punkt hielt das Gericht für zu nachteilig und der Vater habe hier nur an sich und nicht an seinen Sohn gedacht, so dass der Erbverzicht für unwirksam erklärt wurde.

Erstelleung von Testamenten und Erbverträgen mit notarieller Unterstützung

Das ist nur eine Stilblüte, die die Gestaltung des Nachlasses und der Erbfolge nehmen kann. Um Streitigkeiten während der Testamentsgestaltung und auch nach Ableben des Erblassers unter den Erbnehmern zu vermeiden, sollte das sowohl die Erstellung des Testaments, wie auch dessen Vollstreckung idealerweise durch eine neutrale Stelle begleitet werden. Als Rechtsanwalt und Notar sind wir zu Neutralität verpflichtet und können darüber hinaus sicherstellen, dass ein Testament rechtssicher formuliert wird. Durch die Hinterlegung des Testaments im zentralen Testamentsregister können amtlich verwahrte Testament und Erbverträge im Bedarfsfall schnell und sicher augefunden werden.

Sie überlegen, ein Testament aufsetzen zu lassen oder benötigen sonstige Hilfe aus dem notariellen Bereich? Wir beantworten Ihnen gerne Ihre Fragen zu den anfallen Rechtsanwalt und Notarkosten – sprechen Sie uns an!

Bei einem gemeinsamen Testament: Ein Datum reicht

Bei einem gemeinsamen Testament: Ein Datum reicht

Vererben und das Aufsetzen eines rechtsgültigen Testaments ist nicht einfach und daher gehört es zu den häufigsten Aufgaben eines Rechtsanwalt und Notars, bei der korrekten Ausgestaltung und Formulierung zu unterstützen, sowie die Unterschriften zu beurkunden. Wegen der vermeintlich hohen Rechtsanwalt und Notarkosten für ein Testament erstellen aber auch heutzutage noch viele Menschen ihre Testmantes ohne notarielle Unterstützung.

Strenge Vorgaben bei der Formulierung eines Testaments

Bei der Formulierung eines Testaments müssen Laien strenge Regeln und Formalien beachten, sonst kann so ein Testament schnell angefochten werden und es verliert seine Gültigkeit. Dann tritt anstelle des Testaments die gesetzliche Erbregelung und nicht selten ist dass dann der Beginn von Streitigkeiten unter den Erben.

Ein Datum reicht bei gemeinsamen Testament von Eheleuten

Lange Zeit war auch unklar, ob bei einem gemeinsamen Testament von Eheleuten neben beiden Unterschriften ein Datum vorhanden sein muss oder ob es ausreicht, wenn neben einer Unterschrift das Datum steht. In einem Urteil aus dem Erbrecht hat das OLG Düsseldorf jetzt entschieden, dass es ausreicht, wenn neben einer Unterschrift ein Datum vorhanden ist. Entscheidend ist dabei, dass es sich um ein gemeinschaftliches Testament handelt und sich beide gegenseite als alleinige Erben einsetzen.

Rechtsanwalt und Notarielle Unterstützung bewahrt vor Fehlern und Erbstreitigkeiten

Auch wenn es für Laien möglich ist, das Testament selbst zu formulieren, mit einem notariellen Testament hat man mehrere Vorteile: Auf der einen Seite schützt die rechtssichere Formulierung vor Streitigkeiten unter den Erbnehmern. Gleichzeitig wird das Testament in der Regel zentral hinterlegt, so dass es im Bedarfsfall ohne Problem auffindbar ist. Da auch die Kosten für ein Testament wesentlich geringer sind, also von vielen angenommen (die Rechtsanwalt und Notarkosten für ein Testament sind fest geregelt; Beispiele für die Kosten haben wir in einem früheren Beitrag erläutert), sollte man sich immer überlegen, ob sich diese Investition nicht lohnt, um eine klare und sichere Erbfolge zu gewährleisten.

Sie überlegen, ein Testament aufsetzen zu lassen oder benötigen sonstige Hilfe aus dem notariellen Bereich? Wir beantworten Ihnen gerne Ihre Fragen zu den anfallen Rechtsanwalt und Notarkosten – sprechen Sie uns an!