Unternehmensnachfolge – sorgfältige Planung empfehlenswert

Unternehmensnachfolge – sorgfältige Planung empfehlenswert

Die Unternehmensnachfolge gehört zu den wichtigsten Bereichen, die gerade kleine und mittelständische Unternehmer beachten und frühzeitig planen sollten. Jeder Unternehmer steht früher oder später vor der Herausforderung, einen geeigneten Nachfolger zu finden und die Unternehmensnachfolge zu organisieren. Wird die Bedeutung dieses Themas nicht rechtzeitig erkannt, kann dies zur Krise und im schlimmsten Fall das Unternehmen schließen und Arbeitsplätze verlorengehen. Daher sind die wichtigsten Ziele einer guten Nachfolgeregelung die Erhaltung des Betriebes und ebenso die Versorgung der ausscheidenden Inhaber sein. Ideal ist es noch während der aktiven Phase sich um geeignete Nachfolger zu kümmern.

Plötzliche Unternehmensnachfolge durch Krankheit oder Tod des Inhabers

Neben der geplanten Nachfolge kann es auch jederzeit zu einer ungeplanten Nachfolge – bspw. als Folge eines plötzlichen Tods des Inhabers – kommen. In so einem Fall ein fehlendes Testament schnell das Ende eines Unternehmens bedeuten.
Die Nachfolge eines Unternehmens sollte dabei immer mit einer sachverständigen Beratung durch einen Rechtsanwalt und Notar erfolgen, denn bspw. ist eine Abstimmung mit den gesellschaftsvertraglichen Regelungen notwendig, die die Basis des Unternehmens bilden. Ein Rechtsanwalt und Notar hat bei einer sorgfältig geplanten Unternehmensnachfolge ebenfalls die Möglichkeit, alle Rahmenbedingungen für eine plötzliche Unternehmensnachfolge zu gestalten – indem im Testament die wichtigsten Punkte für die problemlose Nachfolge des Unternehmens mit einbezogen werden.

Geeigneter Nachfolger zentraler Punkt der Unternehmensnachfolge

Eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge wird neben den Rahmenbedingungen insbesondere durch die Auswahl eines geeigneten Nachfolgers sichergestellt. Häufig wird ein Kind des ausscheidenden Inhabers die Nachfolge im Unternehmen antreten. Sollte für die Unternehmensnachfolge innerhalb der Eigentümerfamilie kein geeigneter Nachfolger gefunden werden, gibt es hier ebenso zahlreiche Alternativen. Angefangen von Mitarbeitern des Unternehmens bis hin zu einem externen Nachfolger können unterschiedlichste Optionen in Betracht gezogen werden. Auch bei diesem Auswahlprozess stehen wir als Rechtsanwalt und Notar Ihnen gerne zu Seite – genau wie bei der gesamten Planung der Unternehmensnachfolge.

 

Veränderungen in Unternehmen

Veränderungen in Unternehmen

In den letzten Beiträgen ging es primär um Bereiche, die die Gründung eines Unternehmens betreffen und der Rechtsanwalt und Notar Unterstützung leistet. Allerdings ist nach der Gründung die Arbeit eines Rechtsanwalt und Notars nicht beendet, auch bei der Veränderung von Unternehmen steht ein Rechtsanwalt und Notar immer als neutraler Berater zu Seite. Bspw. kann sich aufgrund einer Veränderung der tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse die Frage stellen, ob die Rechtsform noch passend ist oder ob ein Wechsel der Rechtsform sinnvoll erscheint.
Auch kann es im Zuge der Unternehmensentwicklung sinnvoll sein, durch Umstrukturierungsmaßnahmen Steuervorteile zu nutzen. Diese und viele andere Gründe sind denkbar, die eine Veränderung im Bereich der Organisation sinnvoll machen. In der Sache handelt es sich bei solchen Veränderungen in der Regel um komplexe rechtliche Vorgänge, für die der Gesetzgeber in vielen Fällen die Beratung durch den Rechtsanwalt und Notar vorgesehen hat.

Umwandlung eines Unternehmens

Die Umwandlung eines Unternehmens kommt immer dann in Betracht, wenn für neue Rahmenbedingungen oder zum Beispiel die Neuausrichtung die aktuelle Rechtsform nicht mehr ideal ist. Auch wenn verschiedene Unternehmen fusionieren sollen, ein Unternehmen aufgespalten wird oder eine Vermögensübertragung stattfindet, kann eine Umwandlung sinnvoll sein. So eine Unternehmensumwandlung kann beurkundungs- und eintragungspflichtig sein.

Betriebsaufspaltung oder Verkauf von Unternehmensanteilen

Bei einer Betriebsaufspaltung wird das Anlagevermögen des Unternehmens aufgrund von Steuervorteilen in eine speziell gegründete Personengesellschaft (OHG, KG) überführt. Gleichzeitig wird die Unternehmensaktivität dagegen durch eine GmbH fortgeführt.
Beim Verkauf von Unternehmensanteilen kommt ein neuer Teilhaber in das Unternehmen oder das Unternehmen aufgenommen wird komplett veräußert. Bei einer GmbH müssen dann Kaufvertrag und Anteilsübertragung vom Rechtsanwalt und Notar beurkundet werden. Bei einer OHG oder KG ist eine Beurkundung durch den Rechtsanwalt und Notar nicht vorgeschrieben, aber auf jeden Fall empfehlenswert.

 

Eintragung und Änderungen im Handelsregister

Eintragung und Änderungen im Handelsregister

Das Handelsregister ist eine zentrale Informationsquelle für das geschäftliche Leben. Das Handelsregister ermöglicht es, bestimmte Informationen über die im Handelsregister eingetragenen Unternehmen einzuholen und schützt die am Geschäftsleben beteiligten natürlichen und juristischen Personen vor Irrtümern. Beispielhafte Informationen im Handelsregister geben Auskunft darüber, welche natürlichen Personen für ein Unternehmen Verträge abschließen dürfen.

Wenn sich innerhalb eines Unternehmens die für den Geschäftsverkehr relevante Verhältnisse ändern, muss dies ins eingetragen werden. Beispiele für solche Veränderungen sind:

Als Rechtsanwalt und Notar unterstützen wir Sie bei der Anmeldung von eintragungspflichtigen Tatsachen beim Handelsregister, denn diese bedürfen einer notariellen Beglaubigung. Als Rechtsanwalt und Notar übernehmen wir die Formulierung und stellen auch die korrekte Übernahme im Handelsregister sicher.
Neben der exekutiven Funktion beraten wir umfangreich und detailliert über Fragen im Zusammenhang mit der Eintragung im Handelsregister.

Im Rahmen des Gesellschaftsrechts unterstützen wir Unternehmensgründer und bestehende Unternehmen mit umfangreicher Beratung und Unterstützung in den unterschiedlichen Bereichen.

Was ist eigentlich die Firma eines Unternehmes und was muss man dabei beachten?

Was ist eigentlich die Firma eines Unternehmes und was muss man dabei beachten?

Im Rahmen des Gesellschaftsrechts unterstützen wir Unternehmensgründer und bestehende Unternehmen mit umfangreicher Beratung und Unterstützung in den unterschiedlichen Bereichen. Häufig kommt dabei auch der Begriff der Firma in Spiel – heute wollen wir daher im Detail erläutern, was denn die Firma ist und welche Bedeutung die Firma für ein Unternehmen hat. Häufig werden Firma und Unternehmen synonym genutzt, was juristisch allerdings nicht ganz korrekt ist.

Im Rahmen des Gesellschaftsrechts ist die “Firma” der Name, mit dem ein Unternehmen im Handelsregister eingetragen ist und im Geschäftsverkehr gegenüber den Vertragspartnern auftritt. Die Firma eines Unternehmens muss so gewählt werden, dass sie zur Kennzeichnung des Unternehmens geeignet ist und sich von anderen Firmen deutlich unterscheidet. Dabei unterstützen wir Existenzgründer, aber auch bestehende Unternehmen, die über eine Umfirmierung nachdenken, sich also einen neuen Namen geben wollen. Für den Namen eines Unternehmens gibt es unterschiedliche Optionen:
Der Firmenname kann bspw. auf dem Namen des Inhabers basieren, dann spricht man von einer Personenfirma (Bsp. “Peter Meier OHG”). Sogenannte Sachfirmen drücken im Namen den Tätigkeitsbereich aus (Bsp. “Umzugs- und Transport GbR”). Früher waren reine Phantasienamen nicht ohne weiteres zulässig, allerdings hat sich das inzwischen geändert.  Prominente Beispiele war hier der Arcandor-Konzern, der aus der KarstadQuelle AG hervorgegangen ist.
Auf jeden muss sich die Rechtsform eines Unternehmens aus einem Zusatz erkennen lassen (Einen Überblick über gängige Rechtsformen haben wir in diesem Beitrag gegeben). Seit dem 1.7.1998 muss die Firma von Einzelkaufleuten den Zusatz “eingetragener Kaufmann” oder “eingetragene Kauffrau” (Abkürzung “e.K.”) enthalten.
Als Rechtsanwalt und Notar beraten wir Sie bei der Wahl der passenden Firmierung für Ihr Unternehmen und bei zahlreichen weiteren Themen aus dem Gesellschaftsrecht.

 

Unternehmensgründung Teil 2– Gängige Unternehmensformen im Überblick

Unternehmensgründung Teil 2– Gängige Unternehmensformen im Überblick

Im Rahmen des Gesellschaftsrechts unterstützen wir Unternehmensgründer mit umfangreicher Beratung bei der Wahl der passenden Rechtform. Im Folgenden werden gängige Rechtsformen für Unternehmen kurz erläutert.

Eingetragener Kaufmann (Abkürzung: e.K.)

Wird das Unternehmen von einer Person gegründet, kann die Rechtsform des  Einzelkaufmann / eingetragener Kaufmann gewählt werden und es ist lediglich die Eintragung in das Handelsregister als “eingetragener Kaufmann” notwendig, wobei dieser dann persönlich für Forderungen aus dem Geschäftsbetrieb haftbar gemacht werden kann. Die Rechtsform e.K. ist daher für kleinere und mittlere Unternehmen gut geeignet, bei denen keine größeren Haftungsrisiken für den Inhaber entstehen können.

Offene Handelsgesellschaft (Abkürzung: OHG)

Eine Offene Handelsgesellschaft besteht immer aus mehreren Personen, die ein kaufmännisches Gewerbe betreiben und muss ins Handelsregister eingetragen werden (hier liegt auch der Unterschied zur Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)). Rechte und Pflichten der einzelnen Gesellschafter werden im Gesellschaftsvertrag festgelegt. Für Forderungen aus dem Geschäftsbetrieb haften die Gesellschafter persönlich. Während Gewinne und Verluste werden bei den einzelnen Gesellschaftern steuerlich berücksichtigt werden, haften die Gesellschafter persönlich für entstehende Forderungen aus dem Unternehmensbetrieb. Daher ist die OHG besonders dann als Rechtsform geeignet, wenn alle Gesellschafter durch persönlichen Einsatz das Unternehmen vorantreiben wollen und sich möglicher Haftungsrisiken bewusst sind. Die Vorteile der OHG liegen in den weniger strengen Auflagen für den Gesellschaftervertrag und weniger Buchführungspflicht (im Vergleich zur GmbH). Der Nachteil der OHG ist das Haftungsrisiko der Gesellschafter.

Kommanditgesellschaft (Abkürzung KG)

Im Unterschied zur OHG besteht eine KG nicht nur aus unbeschränkt haftenden Gesellschaftern (in diesem Falle Komplementäre genannt), sondern auch aus Gesellschaftern mit beschränkter, persönlicher Haftung (Kommanditisten). In einer KG hafte die Kommanditisten nur mit ihrem Anteil am Gesellschaftsvermögen und sind dabei nicht an der Geschäftsführung beteiligt. In der Praxis wird die KG oftmals mit einer GmbH so kombiniert, dass der persönlich haftende Komplementär die GmbH ist. Im Ergebnis ist so auch die Haftung auch des Komplementärs beschränkt und die KG als Personengesellschaft unterliegt weniger strengen rechtlichen Anforderungen als die GmbH. Die Abkürzung ist dann GmbH & Co. KG.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Abkürzung: GmbH)

Die Rechtsform GmbH gehört zu den Kapitalgesellschaften. Die einzelnen Gesellschafter sind als Inhaber der Anteile an der GmbH beteiligt und sie haften für Schulden der Gesellschaft nicht persönlich, sondern nur mit den von ihnen übernommenen Einlagen. Für die Gründung einer GmbH sind strenge Voraussetzungen zu erfüllen, damit potenzielle Gläubiger geschützt werden. Für den Gesellschaftsvertrag gibt es strenge inhaltliche und formelle Vorgaben, auch ein Stammkapital von mindestens 25.000 EUR muss hinterlegt werden. Die Rechtsform der GmbH ist dann ideal, wenn die Gesellschafter nicht über ihre Einlage hinaus ein Haftungsrisiko übernehmen wollen. Nachteilig sind die vergleichsweise hohen Auflagen bzgl. der Buchführung, Bilanzierung und bei der Beschaffung von Finanzmitteln von Kreditinstituten.

Neben den genannten Rechtsformen gibt es noch zahlreiche, weitere Unternehmensformen. Gerne beraten wir Sie detailliert zum Thema Gesellschaftsrecht.

Unternehmensgründung Teil 1– Die Wahl der Unternehmensform

Unternehmensgründung Teil 1– Die Wahl der Unternehmensform

Eine Unternehmensgründung ist mit vielen Fragen und Formalitäten behaftet und auch hier stehe ich Ihnen als Rechtsanwalt und Notar und unabhängiger Rechtsberater zur Seite, denn ein wichtiger Tätigkeitsbereich als Rechtsanwalt und Notar liegt im Gesellschaftsrecht. Eine der wichtigsten Fragen behandelt die Wahl der passenden Rechtsform für das Unternehmen, denn mit der Wahl der Rechtsform hängen zahlreiches andere Bereiche direkt zusammen und sollte entsprechend direkt bei der Gründung des Unternehmens mit beachtet werden: Neben dem Gesellschaftsrecht sollten auch das Handelsbilanzrecht und das Steuerrecht bei der Wahl der Unternehmensform berücksichtigt werden, denn nur so lässt sich die für die individuelle Situation optimale Unternehmensform finden.

Die Frage der Haftung

Auch wenn man sich bei der Existenzgründung nicht immer mit möglichen Problemen oder selbstverschuldeten Schäden beschäftigen möchte, schon von Beginn sollte man die Haftungsfrage detailliert besprechen. Der oder die Unternehmensgründer sollten genau überlegen, inwieweit sie eine Haftung übernehmen können und wollen, wenn es einmal zu Problemen oder auch einer Insolvenz kommen sollte. Wollen sie eine unbegrenzte Haftung eingehen, oder soll die Haftung für einige / alle begrenzt werden – die Antwort auf diese Frage hat einen signifikanten Einfluss auf die Rechtsform des Unternehmens und kann im Gespräch mit dem Rechtsanwalt und Notar umfassend diskutiert und erläutert werden.

Einzelkaufmann, GmbH, OHG uvm. – nicht alle Rechtsformen sind immer möglich

Per Gesetzt gibt es für Unternehmensgründer eine Vielzahl von möglichen Rechtsformen – allerdings sind nicht alle Rechtsformen frei wählbar, sondern hängen zum Teil von bestimmten Voraussetzungen ab. Bei Einzelpersonen, die ein Unternehmen gründen wollen, sind Einzelkaufmann und GmbH gängige Rechtsformen. Sin mehrere Personen an der Unternehmensgründung beteiligt, kann die Rechtsform Einzelkaufmann nicht gewählt werden, so dass hier die GmbH, die Kommanditgesellschaft (KG) oder auch die offene Handelsgesellschaft häufig gewählte Rechtsformen sind. Aufgrund der weitreichenden Konsequenzen aus der Wahl der Rechtsform ist eine eingehende Beratung durch einen Rechtsanwalt und Notar empfehlenswert.

Welchen Namen soll das Unternehmen haben?

Nach der Wahl der Rechtsform ist für die Unternehmensgründung auch die Frage des Namens von Bedeutung. Der passende Unternehmensname hat eine wichtige Bedeutung für die Außendarstellung des Unternehmens seinen späteren Kunden gegenüber und sollte daher wohlüberlegt sein. Ebenso wird das Unternehmen mit diesem Namen in das Handelsregister eingetragen, wobei der Rechtsanwalt und Notar ebenfalls Unterstützung leistet.