Ehevertrag – diese Dinge sollten enthalten sein

War es früher die eher Ausnahme, ist ein Ehevertrag häufiger Bestandteil einer Trauung und passt die gesetzlichen Regelungen an die persönlichen Wünsche der Ehepartner an. In der Regel werden drei wichtige Bereiche in einem Ehevertrag behandelt – der Güterstand, die Versorgung im Alter und den Unterhalt.

Aufgrund der weitreichenden Konsequenzen, die ein Ehevertrag für beide Ehepartner hat, ist eine notarielle Beurkundung vorgeschrieben. Als Notar in Ahaus stehen wir Ihnen nicht nur bei der eigentlichen Beurkundung gerne zur Seite, auch bei Ausgestaltung unterstützen wir Sie gerne und unparteiisch.

Güterstandsregelungen im Ehevertrag

Generell regelt der Güterstand die Zuordnung des Vermögens während der Ehe und im Falle einer Scheidung. Neben der Zugewinngemeinschaft (die ohne Ehevertrag gilt) gibt es noch die Gütergemeinsacht und die Gütertrennung. Als Notar beraten wir Sie umfassend, was die verschiedenen Güterstände bedeuten und wie sie teilweise auch noch modifizierbar sind und sich so genau an die Wünsche der beteiligten Vertragsparteien anpassen lassen. Werden internationale Ehen geschlossen, sollten hier ebenfalls Punkte des internationalen Rechts und der jeweiligen Rechtswahl getroffen werden.

Unterhaltsregelungen im Ehevertrag

Neben der Güterstandsregelung sind die potenziellen Unterhaltsansprüche häufiger Bestandteil von Eheverträgen. Unterhaltsansprüche eines Ehegatten gegen den anderen sind nach der Trennung besonders dann von Bedeutung, wenn einer der beiden nicht in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen (mögliche Gründe können Kinder, Krankheit, Alter etc. sein). Von den gesetzlichen Vorgaben für die Unterhaltszahlung kann im Ehevertrag individuell abgewichen werden, bspw. kann man die Voraussetzungen für das Entstehen einer Unterhaltspflicht anpassen. Ebenso kann ein Höchstbetrag festgelegt werden, den der Unterhaltsanspruch nicht übersteigen kann.

Versorgung im Alter

Nach dem Gesetz erwirbt man im Rahmen des Versorgungsausgleichs während der Ehe einen Ausgleich für die während der Ehe erworbenen Rentenanwartschaften vor. Das Gesetz unterscheidet hierbei aber nicht, derjenige auf die Rentenzahlungen angewiesen ist und mögliche Ungerechtigkeiten können auftreten.  Im Ehevertrag haben die Partner daher die Möglichkeit, auch diese gesetzliche Regelung anzupassen. Im Rahmen unserer Beratung klären wir Sie über die Risiken solcher Vereinbarungen auf.

Wenn auch Sie Beratung und Unterstützung bei der Ausarbeitung Ihres Ehevertrags oder anderen Fragen aus dem Familienrecht benötigen – wir stehen Ihnen als Notar und Anwalt gerne zu Seite, sprechen Sie uns an.